UNFAMILIAR

Der deutsche Netflix-Spionagethriller UNFAMILIAR geht beim Deutschen Fernsehpreis 2026 ins Rennen. Die sechsteilige Serie von Gaumont Deutschland wurde in der Kategorie „Beste Drama-Serie“ nominiert und gehört damit zu den fünf Produktionen, die in diesem Jahr um die Auszeichnung konkurrieren. Die Gewinner werden im Rahmen des Deutschen Fernsehpreises am 8. und 9. September 2026 in Köln bekannt gegeben.

„UNFAMILIAR“ startete am 5. Februar 2026 bei Netflix und entwickelte sich über den deutschen Markt hinaus zu einem internationalen Erfolg. Nach Angaben von Gaumont hielt sich die Serie nach ihrer Veröffentlichung insgesamt sechs Wochen in den weltweiten Netflix-Top-10. Im ersten Halbjahr 2026 erreichte sie 31,6 Millionen Views und belegte damit Platz 13 des globalen Netflix-Serienrankings.

Im Zentrum stehen Susanne Wolff und Felix Kramer als ehemaliges Agentenpaar Meret und Simon, das in Berlin ein geheimes Safe House betreibt. Ihre vermeintlich kontrollierte Existenz gerät aus den Fugen, als eine Bedrohung aus ihrer Vergangenheit zurückkehrt und sie dazu zwingt, sich gleichzeitig mit Auftragskillern, Geheimdiensten und den Problemen ihrer eigenen Beziehung auseinanderzusetzen.

UNFAMILIAR
Unfamiliar. Cr. Courtesy of Netflix © 2026

Ein Safe House mitten in Berlin wird zum Ausgangspunkt einer Agentenjagd

Meret und Simon gehörten einst zu den besten Agenten ihres Fachs. Mittlerweile haben sie ihr früheres Leben scheinbar hinter sich gelassen und betreiben mitten in Berlin ein geheimes Safe House. Der Ort soll Menschen schützen, deren Identität oder Leben bedroht ist. Gleichzeitig ermöglicht er dem Paar ein Leben abseits jener Welt, die früher von geheimen Operationen, Tarnidentitäten und permanenter Gefahr bestimmt wurde.

Doch diese Ruhe ist trügerisch. Eine Bedrohung, die Meret und Simon längst für überwunden hielten, taucht erneut auf und bringt nicht nur ihre Gegenwart, sondern auch ihre Vergangenheit zurück ins Spiel. Plötzlich geraten sie ins Visier unterschiedlicher Akteure. Auftragskiller verfolgen eigene Interessen, russische Agenten tauchen auf und auch der Bundesnachrichtendienst spielt innerhalb des Geflechts eine Rolle. Zusätzlich treten Menschen aus früheren Beziehungen wieder in ihr Leben. Damit entwickelt sich die Handlung zunehmend zu einem Katz-und-Maus-Spiel, bei dem kaum noch eindeutig zu erkennen ist, wem Meret und Simon tatsächlich vertrauen können.

Die größte Lebenslüge betrifft ausgerechnet ihre eigene Familie

Der Spionageplot bildet allerdings nur eine Ebene von „UNFAMILIAR“. Gleichzeitig erzählt die Serie von einer Ehe, die auf Geheimnissen aufgebaut wurde. Meret und Simon müssen nicht ausschließlich ihr eigenes Leben schützen. Ihre Vergangenheit bedroht zunehmend das, was sie sich nach ihrer Karriere aufgebaut haben: ihre Familie. Gerade darin liegt der zentrale persönliche Konflikt der Serie. Menschen, die beruflich gelernt haben, Informationen zu verschweigen, Identitäten zu wechseln und andere Menschen zu täuschen, müssen plötzlich erkennen, dass dieselben Mechanismen auch ihre Ehe bestimmen.

Je stärker die Bedrohung von außen wächst, desto schwieriger wird es, persönliche und professionelle Geheimnisse voneinander zu trennen. Damit stellt die Serie ihre beiden Hauptfiguren nicht nur körperlich, sondern auch psychologisch unter Druck. Jede neue Information kann Auswirkungen darauf haben, wie Meret und Simon ihre gemeinsame Vergangenheit wahrnehmen. Das Safe House schützt andere Menschen vor ihren Feinden. Für seine Betreiber existiert jedoch zunehmend kein vergleichbar sicherer Ort mehr.

Susanne Wolff und Felix Kramer führen ein großes Ensemble an

Susanne Wolff übernimmt die Rolle der Meret. Die Schauspielerin ist unter anderem aus „Sisi & Ich“ und „Styx“ bekannt. Felix Kramer spielt Simon und war zuvor unter anderem in „Dogs of Berlin“ und „Oderbruch“ zu sehen. Um beide Hauptdarsteller versammelt die Serie ein umfangreiches Ensemble. Dazu gehören Samuel Finzi, Natalia Belitski, Andreas Pietschmann, Maja Bons, Genija Rykova, Henry Hübchen, Seyneb Saleh, Laurence Rupp, Sina Martens, Anand Batbileg Chuluunbaatar und Aaron Altaras.

Die Vielzahl der Figuren trägt zum zentralen Misstrauensmotiv der Serie bei. Frühere Weggefährten, Geheimdienstmitarbeiter und persönliche Bekanntschaften können ebenso zur Gefahr werden wie eindeutig erkennbare Gegner. Creator und Headautor Paul Coates entwickelte die Serie und schrieb die Drehbücher gemeinsam mit Kim Zimmermann und Alexander Seibt. Die Regie teilten sich Lennart Ruff als Lead-Regisseur und Philipp Leinemann. Für die Kamera war Christian Stangassinger verantwortlich. Jessica Jones komponierte die Musik, während Carolin Biesenbach als Head-Editorin beteiligt war.

Sechs Wochen in den weltweiten Netflix-Top-10

Die Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis folgt auf eine internationale Auswertung, die für eine deutsche Serienproduktion bemerkenswerte Reichweiten erzielte. Nach Angaben der Produktionsfirma war „UNFAMILIAR“ nach dem Start am 5. Februar insgesamt sechs Wochen in den globalen Netflix-Top-10 vertreten. Für das erste Halbjahr 2026 weist Netflix demnach insgesamt 31,6 Millionen Views aus. Damit erreichte die Serie Platz 13 unter den weltweit ausgewerteten Netflix-Serien dieses Zeitraums.

Die Berliner Geschichte konnte sich somit nicht nur innerhalb Deutschlands behaupten, sondern erreichte ein internationales Streamingpublikum. Mit der Nominierung als „Beste Drama-Serie“ erhält die Produktion nun auch innerhalb der deutschen Fernsehbranche eine weitere Anerkennung. Ob „UNFAMILIAR“ den Deutschen Fernsehpreis gewinnt, entscheidet sich bei der Preisverleihung am 8. und 9. September 2026 in Köln.