Quentin Tarantinos Once Upon A Time In Hollywood (2019) war eine nostalgische Liebeserklärung an das Hollywood der späten 60er Jahre – eine Märchenadaption, die den tragischen Mord an Sharon Tate neu interpretierte. Doch nun erwartet uns eine unerwartete Fortsetzung! Allerdings wird Tarantino nicht selbst Regie führen. Stattdessen übernimmt David Fincher das Ruder, während Brad Pitt erneut in die Rolle des Stuntman Cliff Booth schlüpft.
Tarantino bleibt als Drehbuchautor an Bord
Obwohl Tarantino sich aus der Regie zurückzieht, bleibt er eng mit dem Projekt verbunden. Das Drehbuch basiert offenbar auf seinem ursprünglich geplanten Film The Movie Critic, der lange als sein zehnter und letzter Spielfilm galt. Tarantino legte das Projekt 2024 jedoch auf Eis. Nun scheint es, dass Elemente aus diesem Skript im neuen Film weiterleben werden. Tarantino hatte bereits in der Romanadaption von Once Upon A Time In Hollywood die Figur des Cliff Booth weiter ausgearbeitet.
In dieser Version wurde viel zusätzliches Material über Booths Leben nach den Ereignissen des Films eingefügt – was eine solide Grundlage für die kommende Fortsetzung bietet. Aktuell gibt es keine Hinweise darauf, dass Leonardo DiCaprio als Schauspieler Rick Dalton zurückkehren wird. Stattdessen liegt der Fokus komplett auf Cliff Booth – eine Entscheidung, die perfekt zu Finchers düsterem, stilprägendem Filmuniversum passt.
Ein seltener Tarantino-Move
Es ist nicht das erste Mal, dass Tarantino ein Drehbuch an einen anderen Regisseur übergibt – True Romance (1993) wurde von Tony Scott verfilmt, und From Dusk Till Dawn (1996) ging an Robert Rodriguez. Doch seit den 90er Jahren hat Tarantino dieses Konzept nicht mehr angewendet, und schon gar nicht mit einer bereits etablierten Figur aus einem seiner eigenen Filme. David Fincher ist mittlerweile tief im Netflix-Ökosystem verwurzelt (Mindhunter, The Killer), und Berichten zufolge wird auch dieser Film exklusiv für den Streaming-Dienst produziert. Die Dreharbeiten könnten bereits im Sommer 2025 beginnen.