Mike Flanagans Neuinterpretation des Horrorklassikers „Der Exorzist“ nimmt konkrete Formen an. Universal Pictures hat den deutschen Trailer zu „Der Exorzist: Märtyrer“ veröffentlicht und damit zugleich den offiziellen deutschen Filmtitel bestätigt. Der Horrorfilm mit Scarlett Johansson und Jacobi Jupe startet am 11. März 2027 in den deutschen Kinos. Flanagan übernimmt sowohl die Regie als auch das Drehbuch und gehört außerdem zum Produzententeam.
Mit dem Projekt wagt sich der amerikanische Filmemacher an eine der bekanntesten Marken des Horrorkinos. Nach mehreren erfolgreichen Genreproduktionen für Kino und Streaming entwickelt er eine eigenständige Interpretation des Stoffes, der 1973 durch William Friedkins „Der Exorzist“ weltweite Bekanntheit erlangte.
Mike Flanagan entwickelt eine neue Geschichte innerhalb des Exorzist-Universums
Der neue Film soll keine direkte Fortsetzung von „Der Exorzist: Bekenntnis“ aus dem Jahr 2023 werden. Stattdessen entwickelt Flanagan eine eigenständige Geschichte, die sich von der bisherigen Fortsetzungslinie löst. Damit erhält das Franchise nach den jüngsten Versuchen, an die Ereignisse des Originals anzuknüpfen, eine neue kreative Ausrichtung. Friedkins „Der Exorzist“ basierte auf dem Roman von William Peter Blatty und erzählte von einem Mädchen, dessen zunehmend verstörendes Verhalten schließlich zur Konfrontation mit einer dämonischen Macht führte. Der Film verband religiöse Motive mit einem psychologischen Familiendrama und prägte das Horrorgenre nachhaltig.
Die Geschichte wurde im Laufe der Jahrzehnte mehrfach fortgesetzt und neu interpretiert. Zuletzt versuchte David Gordon Green mit „Der Exorzist: Bekenntnis“, die Reihe wieder stärker an den ursprünglichen Film anzubinden. Flanagans Projekt verfolgt einen anderen Ansatz. Konkrete Informationen zur Handlung und zur Verbindung mit den bisherigen Filmen hält Universal Pictures weiterhin zurück. Auch welche Figuren Scarlett Johansson und Jacobi Jupe verkörpern, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Scarlett Johansson und Jacobi Jupe übernehmen die Hauptrollen
Mit Scarlett Johansson konnte die Produktion eine international bekannte Schauspielerin verpflichten. Die zweifach Oscar-nominierte Darstellerin arbeitete in ihrer Karriere sowohl in großen Studioproduktionen als auch in kleineren, stärker auf die Figuren konzentrierten Filmen. Zu ihren jüngeren Arbeiten gehört „Jurassic World: Die Wiedergeburt“.
Zuvor war sie unter anderem in „Jojo Rabbit“ zu sehen, für den sie eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin erhielt. Im selben Jahr wurde sie für „Marriage Story“ auch als beste Hauptdarstellerin nominiert. Eine wichtige Rolle innerhalb ihrer Filmografie spielt außerdem Jonathan Glazers Science-Fiction-Horrorfilm „Under the Skin“. Darin verkörperte Johansson eine rätselhafte Frau, deren Begegnungen mit Männern zunehmend verstörende Ausmaße annehmen. An ihrer Seite steht Jacobi Jupe, der unter anderem in „Hamnet“ und „Before“ mitwirkte.
Die Kombination aus einer erfahrenen Hauptdarstellerin und einem jungen Schauspieler eröffnet Flanagan unterschiedliche erzählerische Möglichkeiten. Welche Beziehung ihre Figuren innerhalb der Geschichte verbindet, bleibt allerdings noch offen.
Von Spuk in Hill House bis Doctor Sleeps Erwachen
Mike Flanagan hat sich in den vergangenen Jahren besonders durch Horrorstoffe einen Namen gemacht, die über klassische Schockmomente hinausgehen und ihre übernatürlichen Elemente eng mit den persönlichen Konflikten ihrer Figuren verbinden. Mit „Spuk in Hill House“ entwickelte er eine Familiengeschichte, in der traumatische Erinnerungen und übernatürliche Erscheinungen miteinander verwoben sind. „Midnight Mass“ beschäftigte sich mit religiösem Glauben, Schuld und Fanatismus innerhalb einer abgeschiedenen Gemeinschaft.
Auch „Der Untergang des Hauses Usher“ verband Horror mit familiären Beziehungen und moralischen Konflikten. Im Kino inszenierte Flanagan unter anderem „Oculus“, „Das Spiel“ und „Doctor Sleeps Erwachen“. Letzterer setzte die Geschichte von Stephen Kings „Shining“ fort und musste dabei sowohl die literarische Vorlage als auch Stanley Kubricks bekannte Verfilmung berücksichtigen. Mit „The Life of Chuck“ wandte sich der Regisseur einer weiteren Geschichte von Stephen King zu.
Der Film erhielt beim Toronto International Film Festival den Publikumspreis. Für „Der Exorzist: Märtyrer“ übernimmt Flanagan erneut mehrere kreative Aufgaben. Neben der Regie und dem Drehbuch ist er auch als Produzent beteiligt.





