Vier Frauen, eine Pilgerreise und Erinnerungen, die sich nicht länger verdrängen lassen: „The Miracle Club“ erhält einen deutschen Kinostart. Der Film von Thaddeus O’Sullivan kommt am 17. Dezember 2026 bundesweit in die Kinos. Im Zentrum steht ein Ensemble aus Maggie Smith, Kathy Bates, Laura Linney und Agnes O’Casey. Maggie Smith ist darin in ihrer letzten Filmrolle zu sehen. Die Geschichte führt aus dem Dublin der späten 1960er-Jahre nach Lourdes. Für drei Freundinnen erfüllt sich mit der Reise zunächst ein lang gehegter Wunsch. Doch ausgerechnet unterwegs kehrt eine Frau in ihr Leben zurück, deren Anwesenheit alte Konflikte wieder sichtbar macht.
Damit wird aus einer Pilgerfahrt zunehmend eine Reise in die gemeinsame Vergangenheit. Lily, gespielt von Maggie Smith, Eileen, verkörpert von Kathy Bates, und Dolly, gespielt von Agnes O’Casey, kennen einander seit Jahren. Gemeinsam verbindet sie der Wunsch, einmal nach Lourdes zu reisen. Als sie tatsächlich eine Reise zum berühmten französischen Wallfahrtsort gewinnen, scheint dieser Traum plötzlich erreichbar. Millionen Menschen besuchen Lourdes in der Hoffnung auf Heilung oder ein Wunder – und auch die drei Frauen brechen mit persönlichen Erwartungen auf.

Lily, Eileen und Dolly hoffen in Lourdes auf ein Wunder
Doch ihre Reise erhält unerwartete Gesellschaft. Chrissie, gespielt von Laura Linney, ist nach vielen Jahren in ihre frühere Heimat zurückgekehrt. Ihre Rückkehr bringt Erinnerungen mit sich, die keineswegs so abgeschlossen sind, wie es zunächst scheint. Zwischen den vier Frauen treten alte Verletzungen, ungelöste Konflikte und längst verdrängte Gefühle wieder hervor. Die äußere Reise nach Frankreich entwickelt sich so immer stärker zu einer Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit.
Regisseur Thaddeus O’Sullivan verbindet die religiöse Bedeutung des Wallfahrtsortes mit einer sehr irdischen Geschichte über Freundschaft und Vergebung. Die Figuren reisen nach Lourdes mit der Vorstellung, dort vielleicht Antworten oder sogar ein Wunder zu finden. Der Film richtet seinen Blick jedoch ebenso auf die Beziehungen zwischen den Frauen und auf die Frage, ob Versöhnung selbst eine Form von Neubeginn darstellen kann.
Maggie Smith in ihrer letzten Filmrolle
Dabei soll die Geschichte nicht ausschließlich dramatisch erzählt werden. Kleine Reibereien, Generationenkonflikte und komische Situationen begleiten die Reise und sorgen dafür, dass die vier Frauen nicht auf ihre persönlichen Verletzungen reduziert werden. Das Zusammenspiel unterschiedlicher Lebensgeschichten wird dadurch zum eigentlichen Zentrum des Films. Besondere Bedeutung erhält die deutsche Veröffentlichung durch Maggie Smith, die in „The Miracle Club“ in ihrer letzten Filmrolle zu sehen ist.
Als Lily steht sie gemeinsam mit Kathy Bates vor der Kamera. Beide Schauspielerinnen wurden mit dem Oscar ausgezeichnet. Ergänzt wird das Ensemble durch die mehrfach Oscar-nominierte Laura Linney, Stephen Rea und Agnes O’Casey. O’Sullivan setzt damit auf ein Ensemble, in dem mehrere Generationen aufeinandertreffen. Die Figuren bringen unterschiedliche Erwartungen an die Reise mit, während die gemeinsame Vergangenheit dafür sorgt, dass persönliche Konflikte immer wieder in die Gegenwart hineinreichen. Gedreht wurde „The Miracle Club“ überwiegend in Irland.
Zu den Drehorten gehören Schauplätze rund um Dublin und Wicklow sowie die Ardmore Film Studios. Die Produktion nutzt charakteristische Straßenzüge und Reihenhaussiedlungen, um das Dublin der späten 1960er-Jahre zu rekonstruieren. Damit bildet das irische Umfeld einen deutlichen Kontrast zur späteren Pilgerreise nach Frankreich. Regisseur Thaddeus O’Sullivan war zuvor unter anderem für „Ein ganz gewöhnlicher Dieb“ und „The Heart of Me“ verantwortlich. „The Miracle Club“ startet am 17. Dezember 2026 bundesweit in den deutschen Kinos.





