Eine künstliche Freundin auf der Suche nach einem Zuhause
Was macht einen Menschen aus? Und kann künstliche Intelligenz Gefühle entwickeln, die über ihre Programmierung hinausgehen? Mit „Klara und die Sonne“ bringt Oscar-Preisträger Taika Waititi am 29. Oktober 2026 die Verfilmung des gleichnamigen Bestseller-Romans von Literaturnobelpreisträger Kazuo Ishiguro in die deutschen Kinos. Jenna Ortega übernimmt die Titelrolle einer künstlichen Begleiterin, die ihre Umwelt mit kindlicher Neugier betrachtet und dabei eine ungewöhnliche Verbindung zu einem jungen Mädchen aufbaut. An ihrer Seite spielen Amy Adams, Mia Tharia, Steve Buscemi, Natasha Lyonne und Aran Murphy.
Klara (Jenna Ortega) ist eine sogenannte künstliche Freundin, ein humanoides Wesen, das entwickelt wurde, um Menschen Gesellschaft zu leisten. Ihr größter Wunsch besteht darin, ein Zuhause zu finden, in dem sie gebraucht wird und dazugehören kann.
Als sie der jungen Josie (Mia Tharia) begegnet, entsteht zwischen den beiden unmittelbar eine besondere Verbindung. Josie lebt in schwierigen familiären Verhältnissen. Das Verhältnis zu ihrer Mutter (Amy Adams) ist angespannt, und ein schwerer Verlust belastet die Familie. Während die Menschen um sie herum mit ihren Gefühlen und Erinnerungen ringen, begegnet Klara ihrer neuen Umgebung mit unvoreingenommener Neugier und bedingungsloser Loyalität.
Durch ihre Anwesenheit verändert sich allmählich das Zusammenleben. Klara versucht, Josie zu verstehen und ihr beizustehen, obwohl sie selbst erst lernen muss, wie menschliche Beziehungen funktionieren. Dabei entwickelt sich die Geschichte zunehmend zu einer Auseinandersetzung mit Liebe, Verlust und der Frage, ob Zuneigung zwangsläufig menschlichen Ursprungs sein muss.

Taika Waititi verfilmt den Roman von Kazuo Ishiguro
Die literarische Vorlage erschien 2021 und stammt von Kazuo Ishiguro, der 2017 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde. Der britische Schriftsteller beschäftigt sich in seinen Werken immer wieder mit Erinnerung, Identität und den Grenzen menschlicher Selbstbestimmung. Bereits sein Roman „Alles, was wir geben mussten“ verband eine Science-Fiction-Prämisse mit grundlegenden Fragen über Menschlichkeit und gesellschaftliche Verantwortung.
„Klara und die Sonne“ greift ähnliche Themen auf, erzählt seine Geschichte jedoch aus der Perspektive einer künstlichen Intelligenz. Gerade Klaras eingeschränktes Verständnis menschlicher Verhaltensweisen eröffnet einen ungewöhnlichen Blick auf eine Gesellschaft, in der technologische Entwicklungen zunehmend persönliche Beziehungen beeinflussen. Für die Verfilmung übernimmt Taika Waititi die Regie.
Der neuseeländische Filmemacher wurde unter anderem durch „Thor: Tag der Entscheidung“ und „Jojo Rabbit“ bekannt. Für das Drehbuch zu „Jojo Rabbit“ erhielt er 2020 den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch. Das Drehbuch zu „Klara und die Sonne“ verfasste Waititi gemeinsam mit Dahvi Waller, die zuvor unter anderem an den Serien „Mad Men“ und „Mrs. America“ beteiligt war.
Jenna Ortega und Amy Adams führen das Ensemble an
Jenna Ortega übernimmt mit Klara eine Figur, deren Wahrnehmung sich grundlegend von jener der Menschen unterscheidet. Die Schauspielerin wurde insbesondere durch die Netflix-Serie „Wednesday“ international bekannt und war außerdem in den Horrorfilmen „Scream“ und „X“ sowie in Tim Burtons „Beetlejuice Beetlejuice“ zu sehen. Mia Tharia spielt Josie, deren Begegnung mit Klara den Ausgangspunkt der Geschichte bildet.
Amy Adams verkörpert Josies Mutter, die nach einem familiären Schicksalsschlag versucht, ihre Tochter zu beschützen und zugleich mit den eigenen Ängsten umzugehen. Zum weiteren Ensemble gehören Steve Buscemi, Natasha Lyonne und Aran Murphy. Buscemi ist unter anderem durch „Fargo“ und „Boardwalk Empire“ bekannt, während Lyonne mit „Orange Is the New Black“ und „Poker Face“ größere Aufmerksamkeit erhielt. Produziert wurde „Klara und die Sonne“ von David Heyman, Garrett Basch und Taika Waititi. Heyman begleitete bereits die „Harry Potter“-Filmreihe als Produzent und war außerdem an Filmen wie „Gravity“ und „Barbie“ beteiligt.
Mit der Verfilmung wird Ishiguros Geschichte über künstliche Intelligenz und menschliche Bindungen für das Kino adaptiert. Im Mittelpunkt steht dabei weniger die technische Funktionsweise einer künstlichen Begleiterin als ihre Beziehung zu einem Mädchen, dessen familiäre Welt aus dem Gleichgewicht geraten ist. „Klara und die Sonne“ startet am 29. Oktober 2026 exklusiv in den deutschen Kinos.





