KILL BILL: THE WHOLE BLOODY AFFAIR

Am 16. April 2026 kehrt eines der prägendsten Werke der modernen Filmgeschichte auf die große Leinwand zurück – so kompromisslos, monumental und konsequent, wie es Quentin Tarantino immer beabsichtigt hatte. KILL BILL: THE WHOLE BLOODY AFFAIR vereint erstmals KILL BILL: Vol. 1 und Vol. 2 zu einem einzigen, 4½ Stunden langen Kinoereignis. Ungeschnitten, erweitert und mit bislang unveröffentlichtem Material entfaltet sich Tarantinos Rache-Saga nun als episches Gesamtwerk.

Neben digitalen Vorführungen in deutscher Fassung, Originalversion und OmU wird der Film auch als analoge 70mm-Kopie (OV) gezeigt – inklusive klassischer 15-minütiger Pause. Ein cineastisches Statement, das sich bewusst an Filmliebhaber richtet. Die genauen Spielorte und Termine werden noch bekanntgegeben.

© Arthaus

Die Braut. Bill. Eine Vendetta ohne Kompromisse

Im Zentrum steht Uma Thurman als „The Bride“, die nach einem brutalen Attentat ihres ehemaligen Geliebten Bill (David Carradine) aus dem Koma erwacht. Ihr ungeborenes Kind wurde ihr genommen, ihr Leben ausgelöscht – und damit der Weg für einen gnadenlosen Rachefeldzug bereitet. Systematisch arbeitet sie sich durch die Mitglieder des Deadly Viper Assassination Squad: Vernita Green (Vivica A. Fox), O-Ren Ishii (Lucy Liu), Budd (Michael Madsen) und die sadistische Elle Driver (Daryl Hannah). Jeder Kampf ist ein eigenes filmisches Kapitel, jede Begegnung stilistisch präzise gesetzt.

In THE WHOLE BLOODY AFFAIR verschmelzen diese Episoden zu einem durchgehenden, rhythmisch stringenten Epos. Der legendäre Kampf gegen die Crazy 88 wird vollständig in Farbe gezeigt, die Anime-Sequenz ist deutlich verlängert, und Tarantinos Spiel mit Genres – Samurai-Film, Italo-Western, Martial-Arts-Kino und Exploitation – kommt noch klarer zum Tragen.

Die Version, die Tarantino immer zeigen wollte

Diese Fassung ist kein bloßer Director’s Cut, sondern die Realisierung einer ursprünglichen Vision. Bereits 2006 feierte KILL BILL: THE WHOLE BLOODY AFFAIR außer Konkurrenz seine Weltpremiere in Cannes, verschwand danach jedoch im Archiv. Erst jetzt wird das Werk einem breiten Kinopublikum zugänglich gemacht.

In dieser Form wird deutlich, warum Kill Bill weit mehr ist als ein stilisiertes Rachemärchen. Es ist eine Liebeserklärung an das Kino selbst, an seine Formen, seine Exzesse und seine Gewalt als Ausdrucksmittel. Tarantino erzählt nicht nur von Vergeltung, sondern von Kontrolle, Trauma und Selbstermächtigung – radikal, verspielt und kompromisslos.

KILL BILL: THE WHOLE BLOODY AFFAIR ist kein Nostalgie-Event, sondern ein cineastisches Ausrufezeichen. Ein Film, der auf die große Leinwand gehört – laut, lang und blutig. So wie Kino sein kann, wenn man es lässt.