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Der Film begleitet Josephine Baker vom segregierten Amerika ins Paris der 1920er-Jahre

Die Dreharbeiten zum Biopic „Josephine Baker“ haben begonnen. Unter der Regie von Maïmouna Doucouré verkörpert die Musikerin, Tänzerin und Schauspielerin FKA twigs die amerikanisch-französische Künstlerin, Widerstandskämpferin und Bürgerrechtlerin. Gedreht wird bis zum 13. November 2026 in Paris, der französischen Dordogne und im bulgarischen Sofia.

Das Biopic setzt bei Bakers Kindheit in den Vereinigten Staaten an, die von Armut, Rassentrennung und fehlenden gesellschaftlichen Perspektiven geprägt war. In den 1920er-Jahren verlässt sie ihre Heimat und zieht nach Paris. Dort findet sie jene künstlerische Freiheit, die ihr in den USA verwehrt blieb, und steigt zu einem der bekanntesten Bühnen- und Filmstars ihrer Zeit auf.

Die Geschichte soll Bakers öffentliche Karriere mit ihrem politischen Engagement verbinden. Während des Zweiten Weltkriegs unterstützte sie die französische Résistance, später setzte sie sich für die amerikanische Bürgerrechtsbewegung ein. Der Film folgt ihr bis zu ihrer Rückkehr in die Vereinigten Staaten im Jahr 1951. Obwohl sie dort inzwischen als internationale Berühmtheit und Kriegsheldin auftritt, wird sie erneut mit der rassistischen Ungleichbehandlung konfrontiert, vor der sie Jahrzehnte zuvor geflohen war.

Damit konzentriert sich die Produktion nicht ausschließlich auf Bakers Aufstieg in der Pariser Unterhaltungswelt. Auch die Widersprüche ihres Ruhms und ihr Kampf gegen gesellschaftliche Ausgrenzung sollen einen wesentlichen Teil der Erzählung bilden. Das Drehbuch umfasst mehrere Jahrzehnte ihres Lebens und verbindet ihre Arbeit als Performerin mit ihrer Rolle als politische Aktivistin.

JOSEPHINE BAKER
© Studiocanal

FKA twigs führt ein internationales Ensemble an

FKA twigs übernimmt mit Josephine Baker die zentrale Rolle des Films. Neben ihrer Musikkarriere arbeitet sie als Tänzerin, Choreografin, Produzentin und bildende Künstlerin. Als Schauspielerin war sie bislang unter anderem in „Honey Boy“, der Neuverfilmung von „The Crow“ und David Lowerys „Mother Mary“ zu sehen.

Ihre Erfahrung in Musik, Tanz und visueller Performance soll nun in die Verkörperung einer Künstlerin einfließen, deren Bühnenpräsenz und körperlicher Ausdruck entscheidend für ihre Karriere waren. An ihrer Seite spielt die Oscar-nominierte Aunjanue Ellis-Taylor, bekannt aus „King Richard“ und „Origin“. Zum Ensemble gehören außerdem Giuseppe Maggio, Grégory Montel, Benjamin Millepied, Féodor Atkine, Alex Lutz und Harmony Riley. Nähere Angaben zu ihren Rollen wurden bislang nicht veröffentlicht.

Maïmouna Doucouré schrieb das Drehbuch gemeinsam mit Olivier Lorelle. Die französisch-senegalesische Filmemacherin wurde mit ihrem Kurzfilm „Mother(s)“ international bekannt und erhielt dafür unter anderem Auszeichnungen beim Sundance Film Festival sowie den César. Ihr Spielfilmdebüt „Cuties“ gewann 2020 in Sundance den Regiepreis der Sektion World Cinema Dramatic und wurde bei der Berlinale in der Reihe Generation ausgezeichnet.

Nach „Hawa“ ist das Josephine-Baker-Biopic ihre dritte Spielfilmregie. Unterstützung erhält das Projekt von Bakers Söhnen Jean-Claude Bouillon Baker und Brian Bouillon Baker sowie vom sogenannten Rainbow Tribe, ihrer international zusammengesetzten Adoptivfamilie.