EINE LETZTE RUNDE

Zwei alte Freunde, ein junger Architekturstudent und eine Fahrt durch die italienische Provinz bilden den Mittelpunkt von „Eine letzte Runde“. Das Roadmovie von Francesco Sossai startet am 12. November 2026 in den deutschen Kinos und erzählt von verpassten Möglichkeiten, Freundschaft und der Suche nach einem neuen Lebensentwurf. Nach seiner Weltpremiere 2025 in Cannes wurde der Film in Italien mit acht David-di-Donatello-Preisen ausgezeichnet.

Eine Nacht zwischen Bars und Erinnerungen

Carlobianchi und Doriano warten auf die Rückkehr ihres alten Freundes Genio, der nach vielen Jahren aus Argentinien zurückkommen soll. Um die Zeit bis zu seiner Ankunft zu überbrücken, steigen die beiden in ihr Auto und brechen zu einer ausgedehnten Trinktour Richtung Venedig auf. Ihre Fahrt führt sie durch die nächtliche Provinz, vorbei an Bars, verlassen wirkenden Straßen und Orten, die Erinnerungen an frühere Lebensabschnitte wachrufen.

Unterwegs begegnen sie Giulio, einem zurückhaltenden Architekturstudenten, der sich zunächst nur widerwillig auf die beiden älteren Männer einlässt. Doch aus der zufälligen Begegnung entwickelt sich eine gemeinsame Reise. Während Carlobianchi und Doriano zwischen Erinnerungen und spontanen Einfällen wechseln, beginnt Giulio, ihre ungewöhnliche Sicht auf das Leben kennenzulernen.

Die nächtliche Fahrt wird zunehmend zu einer Begegnung zweier Generationen. Für die älteren Männer stehen die Vergangenheit und die Frage nach verpassten Chancen im Vordergrund, während Giulio noch vor wichtigen Entscheidungen über seine eigene Zukunft steht. Aus ihren Gesprächen entsteht eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und die Möglichkeit, dem eigenen Leben eine andere Richtung zu geben.

Francesco Sossai erzählt vom Leben abseits der großen Städte

Regisseur Francesco Sossai stammt aus Belluno und beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit Menschen und Lebensverhältnissen außerhalb der italienischen Metropolen. Seine filmische Handschrift verbindet lakonischen Humor mit genauen Beobachtungen alltäglicher Situationen. In „Eine letzte Runde“ wird die Landschaft Venetiens zum verbindenden Schauplatz einer Geschichte, die ihre Figuren ohne ein festes Reiseziel begleitet.

Die Hauptrollen spielen Filippo Scotti, Sergio Romano und Pierpaolo Capovilla. Zum weiteren Ensemble gehören Roberto Citran und Andrea Pennacchi. Scotti wurde international insbesondere durch Paolo Sorrentinos „The Hand of God“ bekannt, während Pennacchi und Citran seit vielen Jahren im italienischen Film und Fernsehen arbeiten. „Eine letzte Runde“ feierte seine Weltpremiere 2025 in der Cannes-Sektion Un Certain Regard. Der deutsche Kinostart ist für den 12. November 2026 vorgesehen.