Mark Wahlberg wird zum Mafia-Killer Greg Scarpa
Zwei Männer, die kaum unterschiedlicher sein könnten, werden inmitten der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung zu Partnern wider Willen: Yahya Abdul-Mateen II und Mark Wahlberg übernehmen die Hauptrollen in „By Any Means“, dem neuen Crime-Thriller von Regisseur Elegance Bratton. Der von wahren Ereignissen inspirierte Film führt ins Mississippi des Jahres 1966 und verbindet eine FBI-Ermittlung mit institutionellem Rassismus, Korruption und einem Justizsystem, das an seine Grenzen gerät. In Deutschland startet „By Any Means“ am 29. Oktober 2026 im Verleih von PLAION Pictures und im Vertrieb von STUDIOCANAL.
Im Zentrum steht der junge FBI-Agent Strider, gespielt von Yahya Abdul-Mateen II. Eine Serie brutaler Morde an Bürgerrechtlern erschüttert den amerikanischen Süden. Strider soll die Täter finden, stößt jedoch auf Schweigen, offene Ablehnung und lokale Strukturen, in denen rassistische Vorurteile bis in staatliche Institutionen reichen. Als reguläre Ermittlungswege zunehmend versagen, erhält er Unterstützung von einem Mann, der selbst weit außerhalb des Gesetzes steht. Striders ungewöhnlicher Partner ist Greg Scarpa, gespielt von Mark Wahlberg. Der berüchtigte Mafia-Killer kennt weder die Regeln noch die Skrupel klassischer Polizeiarbeit und wird damit zum Gegenpol des jungen FBI-Agenten.
Ihre Allianz bildet das Zentrum des Thrillers: Während Strider versucht, innerhalb eines Systems Gerechtigkeit durchzusetzen, das seine Arbeit zunehmend blockiert, ist Scarpa bereit, Grenzen zu überschreiten. Dahinter steht eine reale Figur. Gregory Scarpa gehörte zur Colombo-Familie und arbeitete zugleich über Jahre als Informant für das FBI. „By Any Means“ greift diese ungewöhnliche Verbindung zwischen organisiertem Verbrechen und Bundespolizei auf und verarbeitet sie zu einer Geschichte, in der Strafverfolgung und Selbstjustiz gefährlich nahe zusammenrücken.
Der Fall führt mitten in die amerikanische Bürgerrechtsbewegung
Die historische Verankerung reicht jedoch über Scarpa hinaus. Der Film greift insbesondere den Mord an dem Bürgerrechtsaktivisten Vernon Dahmer Sr. auf, der als Präsident der örtlichen NAACP-Sektion im Forrest County dafür kämpfte, schwarzen Bürgerinnen und Bürgern die Registrierung zur Wahl zu ermöglichen. Im Januar 1966 griffen Mitglieder des Ku-Klux-Klan sein Haus an und setzten es in Brand; Dahmer erlag später seinen Verletzungen. Regisseur Elegance Bratton traf sich im Zuge der Vorbereitung auch mit dessen Familie.
Die tatsächlichen Ereignisse bilden den Ausgangspunkt für eine dramatisierte Thrillerhandlung, wobei Strider keine direkte Darstellung einer einzelnen historischen Person ist. So verbindet der Film reale Ereignisse der Bürgerrechtsbewegung mit den Mechanismen eines Crime-Thrillers. Für Strider setzt Bratton auf Yahya Abdul-Mateen II, bekannt aus „Watchmen“, „Aquaman“, „Candyman“ und „The Trial of the Chicago 7“. An seiner Seite übernimmt Mark Wahlberg als Greg Scarpa die zweite zentrale Rolle und gehört zugleich zum Produzententeam.
Zum weiteren Ensemble zählen Nicole Beharie, Josh Lucas, LisaGay Hamilton, LaChanze, Ethan Embry, David Strathairn und Giancarlo Esposito. Esposito verkörpert Vernon Dahmer und damit eine der realen Persönlichkeiten innerhalb der Geschichte. Das Drehbuch stammt von Sascha Penn.

Elegance Bratton verbindet historischen Stoff mit Crime-Thriller
Für Elegance Bratton bedeutet „By Any Means“ einen Genrewechsel. Bekannt wurde der Regisseur insbesondere mit „The Inspection“, einem autobiografisch geprägten Drama über einen jungen schwulen Mann, der den Marines beitritt. Auch sein neuer Film beschäftigt sich mit Ausgrenzung und institutionellen Machtverhältnissen, übersetzt diese Themen diesmal jedoch in einen historischen Action- und Crime-Thriller. Für die visuelle Gestaltung orientierte sich das Team an Fotografien der 1960er-Jahre.
Kameramann Ante Cheng arbeitete mit anamorphotischen Objektiven und härterem Licht, um die Epoche mit Elementen des klassischen Noir zu verbinden. Produktionsdesigner Tommy Love und Kostümdesignerin Derica Cole Washington griffen Farben und Texturen der Zeit auf, während Terence Blanchard einen vom Jazz beeinflussten Score komponierte. Ergänzt wird die Musik durch den eigens für den Film geschriebenen Song „By Any Means“ von Diane Warren. Aus der Zweckgemeinschaft von Strider und Scarpa entwickelt Bratton schließlich den moralischen Kern des Films.
Der eine versucht, als schwarzer FBI-Agent in einem von Rassismus und Korruption geprägten Umfeld das Gesetz durchzusetzen, der andere gehört selbst einer gewalttätigen kriminellen Organisation an und wird ausgerechnet deshalb zum Werkzeug der Ermittler. Damit rückt weniger die Frage in den Mittelpunkt, ob die Täter gefunden werden können, sondern wie weit Strider gehen darf, wenn rechtsstaatliche Mittel nicht mehr ausreichen.





