SCREAM 7

Ein Killer, der das Genre neu schrieb

Vor drei Jahrzehnten stellte ein maskierter Anrufer eine scheinbar harmlose Frage, die Filmgeschichte schreiben sollte: „Was ist dein Lieblingshorrorfilm?“ Mit SCREAM – SCHREI! revolutionierten Regisseur Wes Craven und Autor Kevin Williamson 1996 das Slasher-Genre. Was als Hommage an klassische Horrorregeln begann, wurde zu einem selbstbewussten Spiel mit Erwartungen, Klischees und cineastischem Vorwissen.

Ghostface war mehr als nur ein weiterer maskierter Killer. Die Figur verkörperte das Meta-Prinzip des Franchise. Die Opfer kannten die Regeln des Horrorfilms. Sie wussten, was man tun oder lassen sollte. Und genau daraus bezog die Reihe ihre Spannung. Zwischen Ironie und echter Bedrohung entstand ein neues Untergenre, das Horror und Selbstreflexion miteinander verband.

© Paramount Pictures Germany

Von Woodsboro bis New York

Bereits ein Jahr später folgte SCREAM 2 und verlagerte das Geschehen an ein College. Die Fortsetzung stellte die Frage nach den Regeln eines Sequels und kommentierte damit die eigene Existenz. SCREAM 3 führte die Figuren schließlich nach Hollywood und machte die Meta-Ebene selbst zum zentralen Thema.

Nach einer längeren Pause kehrte das Franchise 2011 mit SCREAM 4 zurück und spiegelte die Mechanismen von Reboots, Social Media und digitaler Berühmtheit. 2022 verband ein sogenanntes Requel alte Figuren mit einer neuen Generation. SCREAM griff die Nostalgie-Kultur auf und analysierte den Zustand moderner Franchise-Strategien. Mit SCREAM VI verlagerte sich das Grauen erstmals nach New York. Die Botschaft blieb klar: Niemand ist sicher.

SCREAM 7 – Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft

Inhalt: Als in der ruhigen Stadt, in der Sidney Prescott (Neve Campbell) sich ein neues Leben aufgebaut hat, ein neuer Ghostface-Killer auftaucht, werden ihre schlimmsten Befürchtungen wahr, denn ihre Tochter (Isabel May) ist sein nächstes Ziel. Entschlossen, ihre Familie zu beschützen, muss Sidney sich den Schrecken ihrer Vergangenheit stellen, um dem Blutvergießen ein für alle Mal ein Ende zu setzen.

Nun kehrt Ghostface am 26. Februar mit SCREAM 7 auf die große Leinwand zurück. Zum 30-jährigen Jubiläum verspricht der neue Teil eine erneute Dekonstruktion zeitgenössischer Horrorströmungen. In einer Ära von „Elevated Horror“, True-Crime-Boom und Franchise-Müdigkeit stellt SCREAM 7 die Frage, wie sich das Genre weiterentwickeln kann, ohne seine Wurzeln zu verlieren.

Der Film führt zentrale Figuren zusammen und schlägt eine narrative Brücke zwischen den Ursprüngen und einer möglichen Zukunft der Reihe. Selbstreferenz bleibt Kernbestandteil, doch die Bedrohung ist realer denn je.

SCREAM 7
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Ikonen des Franchise

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Reihe ist die Kontinuität ihrer Hauptfiguren. Neve Campbell prägt als Sidney Prescott seit dem ersten Film das emotionale Zentrum der Saga. Über sechs Filme hinweg entwickelte sich Sidney von der traumatisierten Teenagerin zur selbstbestimmten Überlebenden, die ihrer Vergangenheit mit Entschlossenheit begegnet.

Ebenso ikonisch ist Courteney Cox als Gale Weathers. Als einzige Darstellerin in allen sieben Teilen begleitete sie die Geschichte von Anfang an. Von der ehrgeizigen Reporterin zur loyalen Verbündeten hat Gale mehrfach bewiesen, dass sie Ghostface nicht kampflos das Feld überlässt. Dreißig Jahre nach seinem ersten Anruf bleibt Ghostface ein Spiegelbild des Genres. Die Frage steht erneut im Raum: Was ist dein Lieblingshorrorfilm?

© Ice Nine Kills / MCKenna Grace / Fearless Records / Paramount Scares