Inhalt: Kein Horrorfilm-Franchise ist mehr sicher! Sechsundzwanzig Jahre nachdem sie einem verdächtig vertrauten maskierten Mörder („Ghostface“) entkommen sind, gerät der harte Kern der alten Truppe erneut ins Visier des Killers. Marlon Wayans („Shorty“), Shawn Wayans („Ray“), Anna Faris („Cindy“) und Regina Hall („Brenda“) kommen in „Scary Movie“ wieder zusammen, um sich, gemeinsam mit altbekannten und neuen Gesichtern, durch Reboots, Remakes, Requels, Prequels, Sequels, Spin-offs, elevated Horror, Originalgeschichten, alles, was das Wort „Legacy“ enthält, und jedes „letzte Kapitel“, das absolut nicht das letzte ist, zu schlitzen. Nichts ist heilig, kein Klischee bleibt verschont, jede Grenze wird überschritten. Die Wayans sind zurück und canceln die „Cancel Culture“.
Alte Figuren, bekannte Gags und neue Horrorziele
Mehr als ein Jahrzehnt nach dem letzten Teil meldet sich die Kultreihe Scary Movie zurück. Die Geschichte hinter dem Franchise ist dabei fast ebenso bekannt wie die Filme selbst. Als Drehbuchautor Kevin Williamson einst seinen Meta-Slasher unter dem Titel „Scary Movie“ bei Miramax vorstellte, wurde daraus später Scream. Der verworfene Titel fand jedoch ein neues Zuhause bei der Familie Wayans, die daraus eine der erfolgreichsten Horrorparodien der 2000er-Jahre machte.
Für die Neuauflage kehren die Wayans-Brüder nun wieder an Bord zurück. Inhaltlich orientiert sich der Film stark am Requel von „Scream“ aus dem Jahr 2022 und nimmt dabei moderne Horrorfilm-Trends, Franchise-Neustarts und aktuelle Genre-Konventionen aufs Korn. Wie schon die frühen Filme setzt auch diese Fortsetzung weniger auf feinsinnige Satire als auf direkte Parodien bekannter Szenen. Zahlreiche Momente aus den neueren „Scream“-Filmen werden nahezu eins zu eins nachgestellt und mit überzeichnetem Humor versehen. Dazu kommen Seitenhiebe auf aktuelle Diskussionen innerhalb des Horrorgenres sowie auf die zunehmende Selbstreferenzialität moderner Franchise-Filme.

Viel Nostalgie, aber nur wenige neue Ideen
Auch viele bekannte Gesichter der Reihe sind wieder dabei. Shorty, gespielt von Marlon Wayans, bleibt seiner Vorliebe für bewusstseinserweiternde Substanzen treu, während Shawn Wayans als Ray erneut einige der bekanntesten Running Gags der Reihe aufgreift. Unterstützt werden sie von den Rückkehrerinnen Anna Faris und Regina Hall, die trotz wechselnder Trefferquote des Humors für viele der unterhaltsameren Momente sorgen.
Das größte Problem des Films liegt darin, dass viele Witze vertraut wirken und sich die Reihe stark auf ihre Vergangenheit verlässt. Zwar gibt es immer wieder gelungene Anspielungen auf aktuelle Horrorhits und die Entwicklung des Genres, doch viele Gags erinnern eher an frühere Erfolge als an frische Ideen. Die neuen Figuren fungieren überwiegend als direkte Gegenstücke zu den Charakteren der jüngsten „Scream“-Filme und bleiben entsprechend blass.
Am Ende lebt „Scary Movie“ vor allem von seiner Nostalgie und der Rückkehr seiner ursprünglichen kreativen Köpfe. Wer die frühen Filme liebt, wird einige gelungene Momente finden. Gleichzeitig fehlt es der Neuauflage jedoch an der Treffsicherheit und dem Überraschungseffekt, die die Reihe einst auszeichneten.
Fazit: Die Rückkehr der Wayans-Familie sorgt für einige nostalgische Lacher, doch die besten Ideen finden sich eher auf den Film Postern als im Film selbst. Die Horrorparodie trifft nicht mehr jeden Ton und bleibt deutlich hinter den stärksten Teilen der Reihe zurück.
Film Bewertung 5 / 10





