Minion & Monsters

Inhalt: MINIONS & MONSTER erzählt die abgefahrene, aberwitzige und natürlich absolut wahre Geschichte von den Minions und wie sie Hollywood erobern, Filmstars werden, alles verlieren, Monster auf die Welt loslassen und sich dann heldenhaft daranmachen, den Planeten vor genau dem Chaos zu retten, das sie selbst angerichtet haben.

Zwischen Hollywood, Slapstick und Filmgeschichte

Illumination schickt seine gelben Chaoten erneut auf ein großes Abenteuer. Nach dem eher durchwachsenen „Ich – Einfach unverbesserlich 4“ rücken die Minions diesmal wieder allein ins Zentrum der Handlung. Wirklich neu ist dabei wenig, doch der Film überrascht mit einer charmanten Idee, die ihn von seinen Vorgängern unterscheidet.: Die kleinen Tollpatsche suchen verzweifelt nach einem Bösewicht, dem sie dienen können. Doch überraschenderweise verbirgt sich hinter all dem Slapstick diesmal auch eine charmante Hommage an die Geschichte des Kinos.

In „Minions & Monsters“ macht sich ein neuer Stamm der Minions auf die Suche nach einem Anführer und landet schließlich im Hollywood der 1920er-Jahre. Dort geraten die gelben Chaoten mitten in die Dreharbeiten eines Westernfilms und werden eher zufällig zu neuen Lieblingen der Traumfabrik. Im Mittelpunkt stehen diesmal James und Henry, zwei Minions, die sich nicht nur nach einem neuen Meister sehnen, sondern ihre Abenteuer auch der ganzen Welt erzählen möchten. Damit entwickelt der Film erstmals eine kleine, überraschend liebevolle Botschaft über die Kraft des Geschichten Erzählens und die Magie des Kinos.

Minions & Monster (2026)
Foto von Courtesy of Universal Pictures – © Universal Pictures

Viel Chaos, wenig Entwicklung

Gerade die zahlreichen Anspielungen auf Filmklassiker wie Charlie Chaplins „Modern Times“ oder Harold Lloyds „Safety Last“ machen deutlich, dass sich der Film nicht ausschließlich an Kinder richtet. Auch Erwachsene entdecken immer wieder kleine Hommagen und augenzwinkernde Insider-Gags – bis hin zu einem herrlich absurden Gastauftritt von George Lucas. Trotz dieser sympathischen Idee bleibt „Minions & Monsters“ letztlich das, was man von der Reihe kennt. Die Handlung dient hauptsächlich als Gerüst für eine Aneinanderreihung turbulenter Slapstick-Einlagen, Missgeschicke und alberner Gags.

Wer eine tiefgründige Geschichte oder eine emotionale Entwicklung der Figuren erwartet, wird hier kaum fündig. Genau darin liegt zugleich die größte Stärke und Schwäche des Films. Er versucht gar nicht erst, die erzählerische Tiefe eines Pixar-Films zu erreichen. Stattdessen setzt er konsequent auf den anarchischen Humor, das unverständliche Gebrabbel und den liebenswerten Unsinn, der die Minions seit Jahren zu einem weltweiten Phänomen gemacht hat.

Fazit: „Minions & Monsters“ erfindet die erfolgreiche Formel der Reihe nicht neu. Im Kern ist es wieder genau das chaotische Spektakel, das Fans seit Jahren lieben. Der Film überrascht zwar mit einer sympathischen Hommage an die Filmgeschichte und einigen gelungenen Anspielungen auf Hollywood-Klassiker, verlässt sich ansonsten aber fast vollständig auf den bewährten Minions-Humor. Wer die kleinen gelben Chaoten liebt, wird bestens unterhalten.

Film Bewertung 7 / 10