Stranger Things

2016 startete Stranger Things und veränderte nicht nur die Popkultur, sondern auch den Lauf moderner Seriengeschichte nachhaltig. Aus einer vermeintlich kleinen Nostalgie-Idee wurde ein globales Phänomen, das Generationen verband, Karrieren prägte und das serielles Erzählen neu definierte. Nun kehrt die Serie für ihr letztes Kapitel zurück – begleitet von einer umfassenden Dokumentation, die genau diesen Abschied festhält: Ein letztes Abenteuer: Making Stranger Things 5.

Die Doku versteht sich als Chronik hinter den Kulissen und begleitet Darsteller*innen, Schöpfer und Crew während der Entstehung der finalen Staffel. Es geht nicht nur um Sets, Effekte und Produktionslogistik, sondern um den emotionalen Prozess des Loslassens. Eine Serie, die für viele Beteiligte prägend war, wird hier bewusst zu Ende erzählt – mit all der Wehmut, dem Stolz und der Erschöpfung, die damit einhergehen.

Die Duffers über ihren Traum – und warum diese Doku existiert

Die Serienschöpfer Matt und Ross Duffer erklären gegenüber Tudum.com sehr offen, warum ihnen diese Form des Blicks hinter die Kulissen so wichtig ist. Aufgewachsen in Durham, North Carolina, schien Hollywood für sie lange unerreichbar. Erst die umfangreichen Making-of-Dokumentationen zu Der Herr der Ringe öffneten ihnen die Augen dafür, wie große Filme tatsächlich entstehen – mit all ihrer Detailverliebtheit, ihrem Chaos und ihrem Druck. Besonders in Erinnerung blieb ihnen, wie sichtbar belastet Peter Jackson während der Dreharbeiten war. Für die Duffers war genau das der Inbegriff des Traums, Filmemacher zu sein.

Mit dem Verschwinden physischer Medien sei diese Art des Behind-the-Scenes-Storytellings zunehmend verloren gegangen. Ein letztes Abenteuer: Making Stranger Things 5, inszeniert von Martina Radwan, versteht sich deshalb als bewusste Rückkehr zu dieser Tradition. Der Film ist liebevoll gefilmt, ruhig erzählt und richtet sich gleichermaßen an Fans der Serie wie an alle, die neugierig sind, wie eine große Hollywood-Produktion wirklich funktioniert.

© Netflix

Staffel 5: Der Kontext des Abschieds

Parallel zur Doku steht natürlich das Ende der eigentlichen Geschichte. Es ist Herbst 1987. Hawkins ist gezeichnet von der Öffnung der Pforten zum Upside Down. Die Gruppe verfolgt nur noch ein Ziel: Vecna zu finden und zu töten. Doch er ist verschwunden, sein Aufenthaltsort ebenso rätselhaft wie seine Pläne. Die Regierung hat die Stadt unter militärische Quarantäne gestellt, die Jagd auf Elf intensiviert und zwingt sie erneut in die Isolation.

Während sich der Jahrestag von Wills Verschwinden nähert, breitet sich ein vertrautes, beklemmendes Grauen aus. Die letzte Schlacht steht bevor, dunkler und tödlicher als alles, was die Freund*innen bislang erlebt haben. Um diesen Albtraum zu beenden, müssen sie noch ein aller letztes Mal zusammenhalten – als vollständige Gruppe. Stranger Things endete mit Staffel 5 in drei Etappen: Ausgabe 1 mit vier Folgen startete am 27. November, Ausgabe 2 mit drei Folgen folgte am 26. Dezember, das große Finale erschien an Neujahr. Alle Episoden sind jeweils jetzt verfügbar.

Zur Besetzung zählen unter anderem Winona Ryder, David Harbour, Millie Bobby Brown, Finn Wolfhard, Gaten Matarazzo, Caleb McLaughlin, Noah Schnapp, Sadie Sink, Natalia Dyer, Charlie Heaton, Joe Keery, Maya Hawke, Priah Ferguson, Brett Gelman, Jamie Campbell Bower, Cara Buono, Amybeth McNulty, Nell Fisher, Jake Connelly, Alex Breaux und Linda Hamilton.

(L -R)  Matt Duffer und Ross Duffer
(L -R) Director/Writer/Producer Matt Duffer and Regisseur/Autor/Produzent Ross Duffer behind the scenes von Stranger Things: Staffel 5. Cr. Niko Tavernise/Netflix © 2024