JOHN RAMBO

Die legendäre Figur John Rambo kehrt zurück – diesmal an den Anfang ihrer Geschichte. Lionsgate hat offiziell bestätigt, dass der John Rambo-Origin-Film unter der Regie von Jalmari Helander in Produktion gegangen ist. Passend dazu wurde auch ein erstes Poster veröffentlicht. In der Hauptrolle steht Noah Centineo, der damit einen deutlichen Schritt weg vom romantischen Image seiner früheren Rollen macht und sich erstmals voll ins kompromisslose Actiongenre begibt.

Der Film spielt Jahre vor den Ereignissen von First Blood und konzentriert sich auf John J. Rambos prägende Zeit als Soldat im Vietnamkrieg. Gedreht wird an Originalschauplätzen in Thailand, darunter Bangkok, Krabi, Phang Nga und Kanchanaburi. Schon der Produktionsrahmen signalisiert, dass hier keine nostalgische Rückschau, sondern eine raue, physische Ursprungsgeschichte erzählt werden soll.

Jalmari Helanders kompromisslose Vision

Für Regisseur Jalmari Helander ist John Rambo ein Herzensprojekt. Der finnische Filmemacher, der mit Sisu und Sisu: Road to Revenge seine Vorliebe für brutale, schnörkellose Überlebensgeschichten unter Beweis gestellt hat, will die Figur auf ihre Essenz reduzieren. In einem begleitenden Statement beschreibt Helander Rambo als eine Figur, die ihn seit seiner Kindheit begleitet hat – nicht als bloßen Actionhelden, sondern als Symbol für Ausdauer, Verlust und zerstörte Unschuld.

Genau diesen Ansatz soll auch der Film verfolgen. Statt ikonischer Einzeiler und überhöhter Action steht eine realistische, dreckige Kriegserfahrung im Mittelpunkt. Es geht um einen jungen Mann, der durch extreme Umstände geformt wird und dabei alles verliert, was ihn einmal unschuldig gemacht hat.

Starker Cast und klare Richtung

Neben Centineo stehen weitere namhafte Darsteller vor der Kamera, darunter Jason Tobin, Quincy Isaiah, Jefferson White und Tayme Thapthimthong. Das Ensemble unterstreicht den internationalen Anspruch des Projekts und deutet darauf hin, dass Rambos Vorgeschichte nicht isoliert, sondern eingebettet in ein größeres, globales Kriegsszenario erzählt wird.

Nach dem eher zahmen Rambo: Last Blood deutet alles darauf hin, dass John Rambo stilistisch deutlich härter ausfallen wird. Wer Helanders bisherige Arbeiten kennt, darf sich auf kompromisslose Gewalt, intensive Survival-Momente und einen deutlich ernsteren Ton einstellen. Wenn dieser Film hält, was Produktion und kreative Köpfe versprechen, könnte hier tatsächlich eine radikale, zeitgemäße Neuinterpretation einer der berühmtesten Actionfiguren der Filmgeschichte entstehen.