Mit Ein Münchner im Himmel – Der Tod ist erst der Anfang holt Regisseur David Dietl einen der großen bayerischen Klassiker ins Hier und Jetzt und übersetzt ihn mit feinem Gespür für Humor, Emotion und Zeitgeist auf die große Leinwand. Herausgekommen ist eine charmante Komödie mit Herz, die gleichermaßen Tradition respektiert und neue Akzente setzt. Im Zentrum steht Maximilian Brückner, der dem „Münchner im Himmel“ eine ebenso bodenständige wie berührende Neuinterpretation verleiht.
Zwischen Soja-Manna und Selbsterkenntnis
Taxifahrer und Münchner Original Wiggerl landet nach einem Autounfall im Himmel – und findet dort alles, nur nicht das erwartete Paradies. Statt Bier, Blasmusik und Gemütlichkeit gibt es Soja-Manna, Yoga und Harfenklänge. Für den aufmüpfigen, bayerischen Dickkopf ein Albtraum. Um im Himmel wieder Ruhe einkehren zu lassen, wird Wiggerl kurzerhand zurück auf die Erde geschickt. Seine Mission: das eigene Karma-Konto in Ordnung bringen. Gelingt ihm das, darf er bleiben.
Der Haken an der Sache ist allerdings, dass nur seine Tochter Toni ihn sehen und hören kann. Momo Beier spielt Toni als kluge, verletzte junge Frau, die ihrem Vater die kalte Schulter zeigt. Schließlich war Wiggerl zu Lebzeiten kaum für sie oder ihre Mutter da. Erst durch schmerzhafte Selbsterkenntnis und ehrliche Einsicht beginnt sich langsam etwas zu bewegen – doch die Zeit arbeitet gegen ihn, und Wiggerl dämmert, worum es bei seiner Mission wirklich geht.
Starkes Ensemble, vertrautes Lebensgefühl
David Dietl erzählt diese Geschichte mit warmem Humor und einem sicheren Gespür für das Münchner Lebensgefühl. Das Drehbuch von Marcus Pfeiffer verbindet Jenseitskomödie mit Familiengeschichte und schlägt einen Ton an, der zwischen leiser Melancholie und herzhaftem Lachen pendelt. Neben Brückner überzeugt ein Ensemble, das tief im deutschen Kino verwurzelt ist: Hannah Herzsprung als Tonis Mutter, Marcel Mohab, Michaela May, Heiner Lauterbach, Simon Pearce, Sigi Zimmerschied, Robert Palfrader, Maxi Schafroth sowie Olli Schulz und Ina Müller.
Ein Münchner im Himmel – Der Tod ist erst der Anfang ist eine warmherzige, charmant-bayerische Komödie über Familie, Versäumnisse und zweite Chancen. Ein Film, der lacht, ohne zu verhöhnen, und berührt, ohne kitschig zu werden – und der zeigt, dass es manchmal erst einen Umweg über den Himmel braucht, um auf der Erde anzukommen.






