Vor elf Jahren brachten Quentin Tarantino und Co-Autor Matt Wagner, laut Branchenmagazin The Hollywood Reporter, die Comic-Miniserie „Django/Zorro“ auf den Markt. Als ungewöhnliche Fortsetzung von Django Unchained vereinte sie den revolverschwingenden Kopfgeldjäger Django Freeman mit dem legendären maskierten Schwertkämpfer Zorro. Das Ergebnis war ein siebenteiliges Crossover, in dem das Duo gemeinsam gegen Unterdrückung kämpfte und klassische Westernmotive mit Abenteuer-Elementen verband.
Neuer Anlauf für ein lange geplantes Projekt
Nun hat Sony Pictures laut Berichten einen neuen Anlauf gestartet, das Projekt auf die große Leinwand zu bringen. Für das Drehbuch wurde mit Brian Helgeland ein Oscar-prämierter Autor verpflichtet, der bereits mit L.A. Confidential bewiesen hat, wie man komplexe Stoffe strukturiert und spannend umsetzt. Ganz neu ist die Idee allerdings nicht. Bereits 2019 war eine Umsetzung in Planung, damals mit Jerrod Carmichael als Drehbuchautor. Parallel dazu bekundete Jamie Foxx Interesse, erneut in die Rolle des Django zu schlüpfen, während Antonio Banderas bestätigte, dass er ebenfalls über eine Rückkehr als Zorro nachgedacht hatte. Trotz dieser vielversprechenden Konstellation verlief das Projekt zunächst im Sande.
Die aktuelle Version scheint sich bewusst von der Comic-Vorlage zu lösen. Während dort Django als eine Art Leibwächter von Zorro agiert und gemeinsam mit ihm gegen Sklaverei kämpft, soll der Film eine eigenständige Geschichte erzählen. Auffällig ist zudem, dass weder Quentin Tarantino noch Matt Wagner direkt involviert sind. Damit öffnet sich Raum für eine neue kreative Ausrichtung, gleichzeitig fehlt aber auch die prägende Handschrift, die die Vorlage so besonders gemacht hat.
Viel Potenzial, viele offene Fragen
Aktuell befindet sich das Projekt noch in einer frühen Phase. Weder ein Regisseur noch ein finaler Cast wurden bestätigt. Auch ob bekannte Gesichter zurückkehren oder ein kompletter Neustart erfolgt, ist offen. Dennoch bleibt die Grundidee reizvoll. Zwei ikonische Figuren mit klar definierten moralischen Motiven treffen aufeinander, was genügend Stoff für ein großes, publikumswirksames Crossover bietet. Bis daraus jedoch ein fertiger Film wird, dürfte noch einige Zeit vergehen. Klar ist aber: Mit Brian Helgeland an Bord und dem erneuten Engagement von Sony Pictures ist das Projekt wieder ernsthaft in Bewegung.





