BOB TREVINO LIKES IT

Lily sucht ihren Vater und findet einen Fremden

Eine junge Frau sucht im Internet nach ihrem Vater und findet stattdessen einen Fremden mit demselben Namen. Aus dieser einfachen Ausgangslage entwickelt Regisseurin und Drehbuchautorin Tracie Laymon in „Bob Trevino Likes It“ eine Geschichte über Einsamkeit, familiäre Enttäuschungen und die Möglichkeit, sich seine Familie außerhalb biologischer Verwandtschaft selbst zu suchen.

Nach seiner mehrfach ausgezeichneten Premiere beim SXSW Film Festival erhält die Indie-Dramedy nun einen deutschen Kinostart. Meteor Film bringt „Bob Trevino Likes It“ am 22. Oktober 2026 bundesweit auf die Leinwand. Barbie Ferreira spielt Lily, während John Leguizamo den titelgebenden Bob Trevino verkörpert. Zum weiteren Ensemble gehören French Stewart, Lauren „Lolo“ Spencer, Rachel Bay Jones und Ted Welch. Die 25-jährige Lily hat nach einem schmerzhaften Zerwürfnis den Kontakt zu ihrem Vater verloren. Ihre Suche nach einer neuen Verbindung zu ihm führt sie in die sozialen Medien. Dort stößt sie auf einen Mann, der ebenfalls Bob Trevino heißt – aber nicht ihr Vater ist. Was zunächst wie ein peinliches digitales Missverständnis wirkt, entwickelt sich langsam zu einer persönlichen Beziehung.

Lily beginnt mit dem fremden Bob zu kommunizieren und findet in ihm zunehmend jemanden, der ihr zuhört und sie ernst nimmt. Doch die Verbindung funktioniert in beide Richtungen. Auch Bob kämpft mit Einsamkeit und Verlust. Die Begegnung mit Lily gibt ihm eine neue Aufgabe und verändert seinen eigenen Alltag. Aus zwei Menschen, die einander zufällig gefunden haben, entsteht schließlich eine Beziehung, die Eigenschaften einer Familie annimmt.

BOB TREVINO LIKES IT
© Meteor Film

Tracie Laymon verarbeitet eigene Erfahrungen

Die ungewöhnliche Ausgangslage hat einen persönlichen Hintergrund. Autorin und Regisseurin Tracie Laymon ließ eigene Erfahrungen in die Geschichte einfließen. Damit erhält die Beziehung zwischen Lily und Bob einen autobiografischen Ausgangspunkt, ohne als klassische autobiografische Verfilmung angelegt zu sein. Der Film verbindet seine familiären Konflikte mit der Frage, wodurch Familie überhaupt definiert wird. Lily sucht zunächst nach einer biologischen Verbindung und entdeckt schließlich emotionale Nähe an einer vollkommen unerwarteten Stelle.

Bei seiner Weltpremiere auf dem SXSW Film Festival entwickelte sich „Bob Trevino Likes It“ zum Publikumserfolg. Der Film wurde dort sowohl mit einem Jurypreis als auch mit einem Publikumspreis ausgezeichnet. Die US-Produktion aus dem Jahr 2024 hat eine Laufzeit von rund 101 Minuten. In Deutschland startet „Bob Trevino Likes It“ am 22. Oktober 2026 im Kino.