Ali G: Who Iz I?

Mehr als zwei Jahrzehnte nach seinem ersten Kinoabenteuer ist Ali G zurück. Sony Pictures hat den ersten Trailer zu ALI G: WHO IZ I veröffentlicht und zeigt damit erstmals ausführlicher, wie Sacha Baron Cohen seine wohl bekannteste frühe Kultfigur in die Gegenwart holt. Für Cohen markiert der Film zugleich eine Premiere hinter der Kamera: ALI G: WHO IZ I ist sein Regiedebüt. Der deutsche Kinostart ist für den 22. Oktober 2026 angesetzt. Neben Cohen gehört Morgana Robinson zur Besetzung.

Zwanzig Jahre später wird Ali G plötzlich mit dem Familienleben konfrontiert

Viel verändert scheint sich bei Ali G zunächst nicht zu haben. Die vergangenen zwanzig Jahre hat er nach eigener Vorstellung offenbar damit verbracht, möglichst wenig Verantwortung zu übernehmen. Doch genau damit ist nun Schluss. Seine langjährige Freundin Julie ist im achten Monat schwanger und Ali muss sich mit der Erkenntnis auseinandersetzen, dass sein bisheriges Leben bald nicht mehr nur um ihn selbst kreisen kann. Ein zusätzliches Familienmitglied bedeutet für ihn vor allem eines: Er braucht Geld. Also beschließt Ali, vom Sofa aufzustehen und dort weiterzumachen, wo seine frühere Karriere einst aufgehört hat.

Sein Ziel liegt diesmal allerdings nicht in Großbritannien. Er macht sich auf den Weg in die USA, um an seinen früheren Ruhm anzuknüpfen. Damit verlegt Sacha Baron Cohen die Rückkehr seiner Figur nach Amerika und bringt Ali G in eine Umgebung, die sich politisch und gesellschaftlich seit seinen ersten Auftritten erheblich verändert hat. Wie stark der Film diese Veränderungen für Cohens bekannten satirischen Humor nutzt, lässt die bisher veröffentlichte Inhaltsangabe noch offen. Der erste Trailer macht jedoch deutlich, dass die Figur selbst ihrem bisherigen Auftreten treu geblieben ist.

Aus dem Versuch, seine Karriere wiederzubeleben und seine bevorstehende Familie finanziell abzusichern, entwickelt sich schließlich eine deutlich gefährlichere Situation. In den Vereinigten Staaten gerät Ali an Gegner, die nicht nur ihn selbst bedrohen, sondern auch das Leben seines ungeborenen Kindes.

Von der Fernsehfigur zum Kinocomeback

Ali G gehört zu den Figuren, mit denen Sacha Baron Cohen Ende der 1990er- und Anfang der 2000er-Jahre international bekannt wurde. Der selbsternannte Gangster und Möchtegern-Rapper aus Staines trat zunächst innerhalb von Cohens Fernsehformaten auf und konfrontierte Politiker, Prominente und andere Gesprächspartner mit bewusst absurden Interviews. 2002 folgte mit „Ali G Indahouse“ das erste eigenständige Kinoabenteuer der Figur. Danach konzentrierte sich Cohen zunehmend auf andere Charaktere und Projekte. Insbesondere Borat und Brüno entwickelten sich zu international bekannten Figuren, während Ali G über viele Jahre weitgehend aus dem Zentrum seiner Arbeit verschwand.

Mit ALI G: WHO IZ I erhält die Figur nun erstmals seit mehr als zwanzig Jahren wieder einen eigenen Kinofilm. Der zeitliche Abstand ist dabei ein wesentlicher Teil der Ausgangslage. Ali G kehrt nicht einfach in derselben Lebenssituation zurück, sondern wird mit einer Realität konfrontiert, die zu seinem bisherigen Selbstverständnis kaum passen dürfte: Er wird Vater und soll Verantwortung übernehmen. Gleichzeitig führt ihn die Geschichte in die USA, wo Cohen bereits mit anderen Figuren immer wieder Politik, Medien, Popkultur und gesellschaftliche Widersprüche für seine Comedy genutzt hat.

Sacha Baron Cohen übernimmt erstmals selbst die Regie

Besonders bemerkenswert ist das Projekt auch hinter der Kamera. Sacha Baron Cohen spielt nicht nur erneut Ali G, sondern übernimmt bei ALI G: WHO IZ I erstmals bei einem Spielfilm selbst die Regie. Damit erhält Cohen unmittelbare kreative Kontrolle über die Rückkehr einer Figur, die seine Karriere entscheidend geprägt hat. Welche weiteren Darsteller neben Cohen und Morgana Robinson auftreten werden, nennt Sony Pictures in der aktuellen Presseinformation noch nicht. Auch über die genauen Gegner, auf die Ali in Amerika trifft, hält sich die Handlung zunächst bedeckt.

Fest steht lediglich, dass seine Reise zunehmend eskaliert und aus der geplanten Rückkehr ins Rampenlicht eine Situation entsteht, in der plötzlich deutlich mehr auf dem Spiel steht als Geld oder öffentliche Aufmerksamkeit. Der jetzt veröffentlichte Trailer bildet den ersten größeren Einblick in das Comeback und macht zugleich deutlich, dass Cohen nicht versucht, aus Ali G eine grundlegend veränderte Figur zu machen. Der Konflikt entsteht vielmehr daraus, dass der notorisch verantwortungslose Charakter nun in eine Lebensphase gerät, in der genau diese Verantwortung unausweichlich wird.

ALI G: WHO IZ I startet am 22. Oktober 2026 in den deutschen Kinos.