“We Summon The Darkness” | Film Kritik

We Summon The Darkness Poster

Erscheinungsdatum: 13. Dezember 2019 (Vereinigte Staaten)

Regisseur: Marc Meyers

Musik komponiert von: Timothy Williams

Produzenten: Alexandra DaddarioChristian Armogida

Story:

Alexis und ihre zwei Freundinnen befinden sich auf dem Weg zu einem Heavy-Metal-Konzert. Auf der Fahrt hören sie von einem grauenhaften Mord, der scheinbar zu einer ganzen Serie ähnlicher Taten gehört. Es wird vermutet, dass ein satanischer Kult dahintersteckt. Nach dem Konzert laden die Frauen drei Männer ein, um auf dem Anwesen von Alexis’ Vater weiter zu feiern. Doch die Party erweist sich als eine Veranstaltung der ganz anderen Art und könnte für einige tödlich enden.


We Summon The Darkness
© 2020 – Saban Films

Film Kritik:

von Ilija Glavas

Gesehen beim Fantasy Film Fest 2020

Das vorhandene Horror – Potenzial mit Anlauf gegen die Wand geknallt

Genre Filme sind heutzutage voll von selbstbewusster Subversion, und das auf Kosten des Zusammenhangs. In dieses Klima hinein schreitet Regisseur Marc Meyers in den 1980er Jahren angesiedelter satanisch-panischer Thriller “We Summon the Darkness”, der innerhalb der ersten 30 Minuten seinen Twist offenbart um dann für fast eine weitere Stunde ziellos einem bekannten Ende entgegen humpelt.

Obwohl es eine altbewährte Formel bei dieser Art von Low-Budget-Genre-Filmen ist, die alle einen 25 bis 45-minütigen Aufbau haben und ab diesem Zeitpunkt die Hölle losbricht. Aber dieser Film hätte definitiv schon viel früher diesen Punkt erreichen können.

Wenn die Jungs erst einmal außer Gefecht gesetzt und gefesselt sind, geht es aufwärts, nur das Drehbuch geht nirgendwohin, wo es spannend und originell sein könnte – zumindest was die Hauptfiguren betrifft. 


© 2020 – Saban Films

Ein Drehbuch ohne Ziel und eine Darstellerin, die den Film ausbremst

Wenn überhaupt, dann bei Nebenfiguren,wie Daddarios verkokste Stiefmutter und einen örtlichen Polizisten, der klüger ist als die meisten örtlichen Polizisten in solchen Filmen. Leider wird der Film durch Daddarios Leistung ausgebremst, die sich wie zäher Kaugummi anfühlt, egal, wie man sie im Film “cuttet”.

Normalerweise mag man sie gerne spielen sehen. Und wenn sie die Rolle von Maddie Hasson hier übernommen hätte, wäre sie vielleicht eine gute Nummer zwei geworden. Aber diese Rolle liegt einfach ausserhalb ihrer Reichweite. Man spürt förmlich, wie angestrengt sie schauspielern muss.

Daddario ist der Herausforderung nicht gewachsen. Zumindest nicht mit diesem Drehbuch, das zwischen morbider Komödie und echtem Horror schwankt und letztlich an beiden Fronten zu kurz kommt, vor allem, wenn die Witze die Spannung untergraben.


© 2020 – Saban Films

“We Summon the Darkness” kämpft darum, jenseits vieler allzu leichtfertiger Angriffe auf religiöse Heuchelei alle erkennbaren Themen zu beschwören, wie in einer unnötigen Szene über die Veruntreuung von Kirchenspenden.

Aber wenn die große Wendung des Films die sein soll, das man die Ängste der “Möchtegern-Fans” vor den schwachköpfigen, moralischen Hütern auf der ganzen Welt ausdrücken wollte, bleiben selbst diese Ängste noch zu oberflächlich erforscht.


© 2020 – Saban Films

Fazit: Meyers schafft nie die richtige Balance, wie es Joe Dante seiner  Zombie-Rom-Com von 2014 ( Burying the Ex ) getan hat. Die Wahrheit ist, dass “We Summon the Darkness” sein Potenzial einfach nie voll ausschöpft und am Ende nicht so viel Spaß macht, wie man erwartet hatte – obwohl jeder Film, der dem verstorbenen Metallica-Bassisten Cliff Burton Tribut zollt, nicht nur schlecht sein kann.

Wertung: 5 / 10

10 – Meisterwerk – 8-9  sehr gut – 6-7 gut – 5  Ziel erreicht – 3-4 grad noch wach geblieben – 1-2 Geldverschwendung – 0 Geld zurück verlangen 


© 2020 – Saban Films