To My Sisters erzählt von Frauen, deren Leben durch Krieg, Gewalt und extremistisches Gedankengut geprägt wurden. Zwischen Kriegserfahrung, Erinnerung und Verantwortung entfaltet der Film drei weibliche Perspektiven: eine kurdische Kämpferin im Einsatz gegen den sogenannten Islamischen Staat, eine jesidische Überlebende, die ihre Geschichte teilt, und eine deutsche Frau, die sich dem IS anschloss und sichtbar macht, wie sehr die Folgen dieses Konflikts bis heute nachwirken.
Zu den Kino-Tour-Terminen und dem offiziellen Trailer: AB 23.07.26 im Kino: To my Sisters – Cine Global Filmverleih
Im Zentrum steht dabei nicht nur der bewaffnete Kampf gegen den Terror, sondern auch die Frage, welche Spuren Gewalt, Ideologien und Radikalisierung langfristig hinterlassen. Der Film verbindet persönliche Geschichten mit gesellschaftlichen Entwicklungen und macht deutlich, dass diese Konflikte längst nicht abgeschlossen sind.
Der Kampf gegen Ideologien endet nicht mit dem Krieg
Besonders eindringlich wirkt die Perspektive der jesidischen Überlebenden Sepan Ajo, die erstmals öffentlich über ihre Erfahrungen spricht. Ihre Geschichte steht stellvertretend für die systematische Gewalt des sogenannten Islamischen Staates gegen Minderheiten und Frauen. Gleichzeitig zeigt „To My Sisters“, dass die Ideologien hinter diesen Verbrechen bis heute fortbestehen. Sie verändern ihre Form, gewinnen unter neuen Akteuren erneut Einfluss und werfen auch in Europa Fragen nach Freiheit, Frauenrechten und gesellschaftlicher Stabilität auf.
Mit seltenem Zugang vor Ort und unter außergewöhnlichen Bedingungen gedreht, eröffnet der Film einen unmittelbaren Einblick in eine Realität, die oft verdrängt wird. Dadurch entwickelt sich „To My Sisters“ weniger zu einer klassischen Kriegsdokumentation als vielmehr zu einer persönlichen und politischen Auseinandersetzung über Selbstbestimmung, Erinnerung und Widerstand.





