Peaky Blinders: The Immortal Man

Vier Jahre sind vergangen, seit Tommy Shelby sein Imperium hinter sich ließ. Am Ende der Serie hatte er Familie und Geschäft aufgegeben, seinen Wagen verbrannt und Birmingham verlassen. Nun kehrt das „Peaky Blinders“-Universum als Spielfilm zurück. „The Immortal Man“ verlegt die Handlung in die Zeit des Zweiten Weltkriegs und zeigt eine Welt im Umbruch.

Der erste Trailer zeichnet ein Bild eines gebrochenen Mannes. Tommy, erneut gespielt von Cillian Murphy, scheint aus dem Geschäft ausgestiegen zu sein. Als er mit seiner ikonischen Schiebermütze den Garrison Pub betritt, wagt ein Unbekannter die Frage: „Wer zum Teufel ist Tommy Shelby?“ Die Vergangenheit ist verblasst. Doch der Mythos ist nicht verschwunden.

Barry Keoghan in Peaky Blinders
Barry Keoghan in Peaky Blinders © Netflix

Barry Keoghan ist Duke

Die wohl größte Enthüllung des Trailers betrifft die Figur von Barry Keoghan. Monatelang wurde spekuliert, wen er im Film spielen würde. Nun steht fest: Keoghan verkörpert Duke, Tommys entfremdeten Sohn. Duke führt mittlerweile die Geschäfte der Peaky Blinders. Ada Shelby, gespielt von Sophie Rundle, beschreibt ihn als kompromisslosen Erben, der das Imperium führt, als sei es wieder 1919. Im Trailer verhandelt Duke mit einer von Tim Roth gespielten Figur und scheint sogar bereit, Verrat zu begehen, um eigene Interessen durchzusetzen. Seine moralische Kompassnadel wirkt erschreckend flexibel.

Keoghan selbst spricht offen über seine Begeisterung für die Rolle. Die Verbindung zu Cillian Murphy reicht zurück bis zu ihrer gemeinsamen Arbeit an „Dunkirk“. Eine private Nachricht zum Vatertag führte letztlich zum Angebot, Dukes Rolle zu übernehmen. Für Keoghan schloss sich damit ein Kreis, da er bereits während der Serienzeit Teil dieses Universums werden wollte.

CILLIAN MURPHY IN PEAKY BLINDERS: THE IMMOTRTAL MAN
Cillian Murphy in Peaky Blinders: The Immortal Man (2026) Foto von Robert Viglasky/Netflix – © Cr. Courtesy of Netflix © 2025

Vater-Sohn-Dynamik im Schatten des Krieges

Duke tauchte bereits in Staffel sechs als junger, kaum volljähriger Teil von Tommys Leben auf, damals gespielt von Conrad Khan. Nun wird die Figur neu interpretiert und in eine zentrale Position gerückt. Die Beziehung zwischen Vater und Sohn bildet das emotionale Zentrum des Films. Rebecca Fergusons neue Figur Kaulo konfrontiert Tommy mit seiner Vergangenheit: Er habe sein Königreich und seinen Sohn verlassen. Im Kontext von Krieg und Zerstörung prallen die beiden nun erneut aufeinander.

Keoghan beschreibt Duke als innerlich zerrissenen jungen Mann, der nach Anerkennung sucht. Seine Vorbereitung bestand darin, Murphy am Set genau zu beobachten und dessen Körpersprache zu studieren. Er zieht selbst eine Parallele zu „Der König der Löwen“ und der archetypischen Vater-Sohn-Beziehung. Am Ende des Trailers sitzen die beiden nebeneinander im Garrison, teilen einen Whisky. Duke wirkt rau und ungeschliffen, Tommy kontrolliert und diszipliniert, doch beide tragen sichtbar die Spuren des Krieges.

Cillian Murphy betont, dass es eine starke Leinwandpräsenz brauchte, um Duke glaubwürdig zu verkörpern. Keoghan bringe genau diese Intensität mit. Ob Vater oder Sohn die eindringlicheren blauen Augen haben, bleibt dabei eine Frage der Perspektive.