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MORGEN IST AUCH NOCH EIN TAG - PLAKAT

Es ist nie zu spät, um sein Leben zu ändern – dieser Gedanke wird zur treibenden Kraft des italienischen Sensationserfolgs MORGEN IST AUCH NOCH EIN TAG.

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Der Film entführt nach Rom ins Jahr 1946, in eine Ära des Umbruchs, und erzählt die Geschichte von Delia, einer Frau, die den Mut findet, sich gegen die Repression zu erheben.

© TOBIS

Sieben Wochen lang stand der Film auf Platz 1 der italienischen Kinocharts

MORGEN IST AUCH NOCH EIN TAG (OT: „C’è ancora domani“) eröffnete im Oktober das Filmfestival in Rom, wurde dort unter anderem mit dem Jury- und dem Publikumspreis ausgezeichnet und bricht seither alle Rekorde: Sieben Wochen lang stand der Debütfilm von und mit Paola Cortellesi auf Platz 1 der italienischen Kinocharts und lockte mehr als 5 Millionen Besucher in die dortigen Kinos. Er überholte selbst Barbie und Oppenheimer und wurde so zum erfolgreichsten Film des Jahres 2023.

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Rom, 1946 nach der Befreiung vom Faschismus. Delia (Paola Cortellesi) ist die Frau von Ivano (Valerio Mastandrea) und Mutter dreier Kinder. Zwei Rollen, in die sie sich voller Hingabe fügt. Obendrein bessert sie die Haushaltskasse mit vielen kleinen Hilfsarbeiten auf, um die Familie über Wasser zu halten. Ivano hingegen fühlt sich berechtigt, alle daran zu erinnern, wer der Ernährer ist.

Nicht nur mit Worten. Körperliche und psychische Gewalt gehören für Delia zum Alltag. Bis ein mysteriöser Brief eintrifft, der ihr den Mut gibt, alles über den Haufen zu werfen und sich ein besseres Leben zu wünschen, nicht nur für sich selbst …

Delia (Paola Cortellesi, rechts) mit ihrer Freundin Marisa (Emanuela Fanelli).
© TOBIS Film

MORGEN IST AUCH NOCH EIN TAG ist ist das fulminante Regiedebüt der italienischen Schauspielerin und Moderatorin Paola Cortellesi, die zudem am Drehbuch mitschrieb und die Hauptrolle spielt. Inspiriert vom Leben und den Erzählungen von Cortellesis eigenen Großmüttern, feiert die mitreißende und warmherzige Tragikomödie den alltäglichen Kampf der Frauen um Gleichberechtigung.

Gedreht in brillantem Schwarz-Weiß ist MORGEN IST AUCH NOCH EIN TAG zugleich eine Hommage an die Meisterwerke des italienischen Neorealismus. Der Film proklamiert keinen Feminismus mit erhobenem Zeigefinger, sondern erzählt von den vielen kleinen Schritten auf dem langen Weg zur Emanzipation. Im Genre wechselt er dabei immer wieder zwischen Drama und Komödie.

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Es ist ein lakonischer, schulterzuckender Humor, mit dem die Frauen in dieser repressiven Zeit unter dem Radar tyrannischer Männer zusammenhalten, eine leichte, geradezu beiläufige weibliche Solidarität angesichts der Übermacht des Patriachats mit seinen überkommenen Rollenvorstellungen. Vorstellungen, die sich bis heute halten.

Allein im Jahr 2023 wurden in Italien mehr als 100 Femizide registriert. Auch bei uns in Deutschland stirbt im Durchschnitt jeden dritten Tag eine Frau nur deshalb, weil sie eine Frau ist. Und dabei ist das Zuhause statistisch gesehen der gefährlichste Ort für Frauen, denn die größte Gefahr geht vom Partner oder Ex-Partner aus.

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Wohl auch aus diesem Grund löste MORGEN IST AUCH NOCH EIN TAG in Italien eine große Debatte aus, und Paola Cortellesi wurde unversehens zur informellen Sprecherin einer neuerlich mobilisierten Bewegung im Kampf gegen männliche Gewalt. Denn diese Geschichte aus den Vierzigerjahren führt direkt zu den Verhältnissen der Gegenwart.

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