KISS OF THE SPIDER WOMAN

Mit KISS OF THE SPIDER WOMAN kehrt Regisseur Bill Condon zum Musicalgenre zurück. Nach Erfolgen wie „Dreamgirls“ und „Die Schöne und das Biest“ setzt er erneut auf große Emotionen, opulente Bilder und die Kraft der Musik. Die neue Verfilmung basiert auf dem Tony-prämierten Broadway-Musical und bringt eine Geschichte auf die Leinwand, die Intimität und Fantasie auf besondere Weise verbindet.

Im Zentrum stehen zwei Männer, die unter extremen Bedingungen zueinanderfinden. Valentín, gespielt von Diego Luna, ist politischer Gefangener. Sein Zellengenosse Molina, verkörpert von Tonatiuh, sitzt wegen öffentlicher Unzucht ein. Zwei vollkommen unterschiedliche Lebensentwürfe prallen in der Enge einer Gefängniszelle aufeinander.

© Sony Pictures Germany

Zwischen Realität und schillernder Illusion

Was als Zweckgemeinschaft beginnt, entwickelt sich zu einer ungewöhnlichen Freundschaft. Molina flüchtet sich in die Welt des Kinos und beginnt, Valentín von einem Hollywood-Musical zu erzählen. Darin spielt seine verehrte Diva Ingrid Luna, dargestellt von Jennifer Lopez, die Hauptrolle.

Durch diese Erzählungen öffnet sich der Raum der Fantasie. Die graue Realität der Haft wird überblendet von einer schillernden Technicolor-Welt. Musik, Glamour und Sehnsucht stehen im Kontrast zur politischen Unterdrückung und persönlichen Isolation. Der Film verhandelt so zentrale Themen wie Freiheit, Identität und die subversive Kraft von Kunst. Bill Condon inszeniert nicht nur, sondern verantwortet gemeinsam mit Terrence McNally und Manuel Puig auch das Drehbuch.

Die Vorlage von Manuel Puig, die bereits als Roman und später als Broadway-Hit reüssierte, liefert die emotionale und politische Basis. Mit Diego Luna, Tonatiuh und Jennifer Lopez ist KISS OF THE SPIDER WOMAN prominent besetzt. Der Film verspricht eine Mischung aus Musical-Opulenz und psychologischer Tiefe, in der Fantasie nicht als Flucht, sondern als Akt des Widerstands verstanden wird.