IRON BOY

„Iron Boy“ setzt seine Festivalauswertung mit vier weiteren Auszeichnungen fort. Der handgezeichnete Animationsfilm von Louis Clichy gewann Anfang Oktober sowohl beim LUCAS-Filmfestival als auch beim Schlingel Filmfestival. Die neuen Preise ergänzen die bisherigen Erfolge der französisch-belgischen Produktion in Cannes und Annecy.

Im Mittelpunkt des Films steht der elfjährige Christophe, dessen körperliche Einschränkungen sein Leben auf dem Bauernhof verändern. Die Entdeckung der Musik und die Begegnung mit der rebellischen Clara eröffnen ihm neue Möglichkeiten. Neue Visionen bringt „Iron Boy“ am 21. Januar 2027 in die deutschen Kinos.

LUCAS und Schlingel zeichnen Iron Boy mehrfach aus

Beim Schlingel Filmfestival erhielt „Iron Boy“ am 10. Oktober 2026 zwei Preise. Die Produktion wurde als bester animierter Spielfilm ausgezeichnet und gewann zusätzlich im Wettbewerb „Club of Festivals“ als bester Jugendfilm. Bereits am 1. Oktober hatte der Film beim LUCAS-Filmfestival den Preis als bester Langfilm erhalten. Hinzu kam der ECFA-Award der European Children’s Film Association. Damit wurde die Produktion innerhalb weniger Tage bei zwei deutschen Kinder- und Jugendfilmfestivals prämiert.

Die neuen Auszeichnungen schließen an die internationale Festivalpremiere an. „Iron Boy“ wurde in der Reihe „Un Certain Regard“ der Filmfestspiele von Cannes gezeigt und dort mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet. Beim Animationsfilmfestival von Annecy folgten der Jurypreis und der Publikumspreis für den besten Film sowie der Gan Foundation Award für den Verleih.

Ein Stützkorsett verändert Christophes Leben auf dem Bauernhof

Der elfjährige Christophe lebt mit seiner Familie auf einem Bauernhof im ländlichen Frankreich. Die wirtschaftliche Lage des Betriebs ist angespannt. Gleichzeitig leidet der Junge unter körperlichen Problemen, durch die er ohne Vorwarnung das Gleichgewicht verliert und stürzt. Ein ärztlich verordnetes Stützkorsett soll seine Wirbelsäule stabilisieren. Für seinen strengen Vater bedeutet das vor allem, dass Christophe nicht mehr wie gewohnt bei der Ernte mitarbeiten kann. Stattdessen wird der Junge zum Messdienst in der örtlichen Kirche geschickt.

Dort entdeckt Christophe die Orgel und entwickelt eine Leidenschaft für Musik. Das Instrument eröffnet ihm einen Bereich, in dem seine körperlichen Einschränkungen in den Hintergrund treten. Als die rebellische Jugendliche Clara in sein Leben kommt, beginnt er außerdem, die Erwartungen seiner Familie und seine eigenen Vorstellungen von der Zukunft neu zu betrachten.

Louis Clichy verarbeitet eigene Erfahrungen in handgezeichneten Bildern

Regisseur Louis Clichy wuchs selbst auf dem Land auf und musste während seiner Kindheit längere Zeit ein Stützkorsett tragen. Darüber hinaus erlebte er den technischen und wirtschaftlichen Wandel der Landwirtschaft. Diese persönlichen Erfahrungen flossen in die Geschichte von Christophe ein. Clichy arbeitete als Animationskünstler an den Pixar-Filmen „WALL-E – Der Letzte räumt die Erde auf“ und „Oben“. Später inszenierte er gemeinsam mit Alexandre Astier „Asterix im Land der Götter“ und „Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks“. „Iron Boy“ ist sein erster Film als allein verantwortlicher Regisseur.

Die handgezeichnete Animation orientiert sich an Aquarellmalereien. Musikalisch wird Christophes Entwicklung von Kompositionen Gabriel Faurés begleitet. Der 90-minütige Film startet am 21. Januar 2027 bundesweit im Verleih von Neue Visionen.