“Freud” | Serien Kritik | 2020

Freud Netflix Serie

Erstausstrahlung: 15. März 2020

Produktions: Satel Film, Bavaria Fiction

Episoden: 8 in 1 Staffel 

Story:

Der junge Sigmund Freud nimmt im Wien des 19. Jahrhunderts die Jagd nach einem sadistischen Serienkiller auf. Unterstützung erhält er vom Medium Fleur Salomé und dem abgehärteten Kriegsveteran und Inspektor Kiss.

Serien Kritik:

von Ilija Glavas

Netflix stellt seinen Achtteiler mit Sigmund Freud im Mittelpunkt, als “historischen Thriller” da. Freud, als koksender Detektiv im Sherlock-Holmes-Stil , auf der Jagd nach einem Serienmörder im Wien des 19. Jahrhunderts.


Freud Serie
©Netflix

Gedreht wurde nicht in Wien

Tatsächlich wurde in Prag gedreht, was viel über den, hier vorsätzlich angeboten, Mangel an Authentizität aussagt. Fairerweise muss man ebenso anmerken, dass die erste Episode mit einer Szene beginnt, die sich – in diesem Kontext – zumindest realistisch anfühlt: Wir sehen, wie Freud (Robert Finster) seine Hypnose Fähigkeiten mit seiner Haushälterin zu verfeinern scheint, was sich aber als Showelement herausstellt.

Mit seiner monoton – einschläfernden Darstellung, raubt Robert Finster uns jeglichen Spaß auf Weiteres. Schläft man jedoch bei seiner statischen Darstellung nicht ein – bekommt man in den weiteren Folgen einiges an skurrilen Szenen geliefert

Eine unbeholfene Folgeszene erklärt uns später, dass Freud nicht nur wegen seiner weit verbreiteten wissenschaftlichen Überzeugungen geächtet wird. Sondern auch, weil er Jude ist und dadurch misstrauen genießt.


Freud Serie
©Netflix

Bebildert zwischen Mord, tröstenden Blowjob, Sex, Seancen und Kokain, hangelt man sich angestrengt durch jede Folge. Hoffnung keimt auf, wenn der Inspektor die Szenerie betritt. Ein Zucken seines Mundwinkels, ist mehr Schauspiel als die meisten – inkl. Robert Finster hier anbieten. Leider bleiben er – und das durchaus vertrackte Mörder-Suchspiel, die rettenden Eigenschaften dieser Serie.

Man wünscht sich, das die Hypnose Fähigkeiten von Freud funktionieren. Vielleicht war alles Gesehene einfach nur ein schlechter Traum.

Fazit:

Freud ist eine freudlose, fiktive Ansammlung von Gothic-Mystery Elementen gepaart mit Crime-Thriller- Detektiv Versatzstücken. Drei lose Handlungsstränge, die sich kaum kreuzen und doch in irgendeiner Weise in Verbindung zu stehen scheinen. Angeführt durch einen koksenden Hochstapler- Freud, bleibt es eine nicht mehr als durchschnittliche Serie. Weit entfernt von “Suchtfaktor”.

Wertung: 5 / 10

10 – Meisterwerk – 8-9  sehr gut – 6-7 gut – 5  Ziel erreicht – 3-4 grad noch wach geblieben – 1-2 Geldverschwendung – 0 Geld zurück verlangen 


©Netflix

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