Inhalt: Der visionäre Regisseur Baz Luhrmann (Moulin Rouge, Elvis) lässt Musiklegende Elvis Presley neu aufleben: Verloren geglaubte Aufnahmen, Welthits und eine unvergleichliche Stimme in nie dagewesener Tonqualität – EPIC: ELVIS PRESLEY IN CONCERT ist ein Konzertfilm, wie es ihn nie zuvor im Kino gegeben hat!
Während der Dreharbeiten zu seinem mehrfach Oscar®-nominierten Film Elvis (2022) fand Luhrmann das verschollen geglaubte Filmmaterial der legendären Elvis-Konzertfilme aus den 1970er-Jahren. Gemeinsam mit unveröffentlichten Super-8-Filmen der Graceland-Archive wurden die Filmnegative mit modernster Technik restauriert. Das Ergebnis ist mehr als nur ein Konzertfilm in beeindruckender Bild- und Tonqualität. Luhrmann gibt Elvis selbst eine Stimme in seiner Geschichte!
Restaurierte Geschichte im Rock-’n’-Roll-Takt
Baz Luhrmann steht selten für Konvention. Nach seiner opulenten Biografie „Elvis“ aus dem Jahr 2022 setzt er seine Auseinandersetzung mit dem „King of Rock ’n’ Roll“ nun in dokumentarischer Form fort. „EPiC: Elvis Presley In Concert“ ist dabei kein klassischer Konzertfilm, sondern eine hybride Mischung aus Konzertaufzeichnung und Archivdokumentation. Es ist Luhrmanns erster Ausflug ins Non-Fiction-Format, und zugleich eine stilistische Verlängerung seiner filmischen Handschrift.
Im Zentrum stehen seltene Aufnahmen aus Elvis Presleys legendären Las-Vegas-Jahren zwischen 1969 und 1976 im International Hotel. Die Konzerte werden mit Archivmaterial aus unterschiedlichen Lebensphasen kombiniert. Kindheit, Hollywood-Karriere, Militärdienst und persönliche Wegmarken werden durch historische Bilder und O-Töne des Künstlers selbst ergänzt. Editor Jonathan Redmond, ein langjähriger Weggefährte Luhrmanns, montiert die Materialien in einem Rhythmus, der selbst wie Rock ’n’ Roll wirkt.
Unterschiedliche Bildquellen, darunter 59 Stunden gesichtetes Filmmaterial und Super-8-Aufnahmen aus dem Archiv von Graceland, werden zu einem audiovisuellen Strom verdichtet. Die Restaurierung ist so präzise, dass Elvis in manchen Momenten beinahe gegenwärtig erscheint. Farben, Licht und Musik entfalten eine unmittelbare Präsenz.

Die Bühne als Zentrum der Faszination
Die eigentliche Superkraft des Films liegt in den Konzertsequenzen. Hier zeigt sich, warum Elvis Presley als einer der größten Entertainer seiner Zeit gilt. Die Inszenierung betont seine Bühnenpräsenz, seine Stimme und sein Charisma. Das Publikum wird nicht nur Zeuge historischer Performances, sondern erlebt die Energie eines Künstlers, der seine Shows als Ereignis verstand. Neben eigenen Hits interpretiert Elvis auch Songs der Beatles und von Simon & Garfunkel.
Die Darbietungen wirken alles andere als angestaubt, sondern lebendig und elektrisierend. Luhrmanns Stil unterstreicht diese Wirkung, indem er die bunten Bilder mit einer ästhetischen Intensität versieht, die das Konzertgefühl förmlich von der Leinwand in den Kinosaal schmettern. Gelegentlich steht sich der Regisseur in seiner Opulenz selbst im Weg. Die dokumentarischen Passagen bleiben stellenweise skizzenhaft. Biografische Zusammenhänge werden angerissen, aber nicht immer vertieft.
Wer eine analytische Auseinandersetzung mit dem Menschen hinter der Ikone erwartet, wird mit offenen Fragen zurückgelassen. Doch als audiovisuelles Erlebnis erfüllt der Film sein Versprechen. Das Konzerterlebnis ist überwältigend. Die Verbindung aus restaurierten Material und Luhrmanns theatralischer Ästhetik erzeugt eine emotionale Intensität, die weit über reine Nostalgie hinausgeht.
Fazit: „EPiC: Elvis Presley In Concert“ ist weniger klassische Dokumentation als inszeniertes Erinnerungsstück. Die narrative Tiefe bleibt hinter dem Spektakel zurück, doch die musikalische Wucht ist außergewöhnlich. Für Musikfans und Bewunderer von Elvis Presley ist Luhrmanns farbintensive Interpretation der Las-Vegas-Ära ein mitreißendes Kinoereignis. Es ist episch: Elvis ist Live!
Film Bewertung 9 / 10





