DOLLY

Was als romantischer Ausflug beginnt, entwickelt sich in „DOLLY“ schnell zum kompromisslosen Albtraum. Chase will seiner Freundin Macy während einer Wanderung einen Heiratsantrag machen, doch stattdessen geraten sie in das Revier eines maskierten Monsters. Nach einer eskalierenden Begegnung wird Macy entführt und in ein abgelegenes Haus verschleppt, in dem sie einem perfiden Spiel aus Gewalt, Demütigung und psychologischer Zermürbung ausgesetzt ist. Das titelgebende Puppenhaus wird dabei zum zentralen Ort des Schreckens, aus dem bislang niemand entkommen ist.

Regisseur Rod Blackhurst setzt mit „DOLLY“ bewusst auf eine Mischung aus klassischem Grindhouse-Kino und modernem Folk-Horror. Der Film arbeitet mit einem grobkörnigen 16mm-Look, setzt auf praktische Effekte und inszeniert seine Gewalt explizit und ohne Beschönigung. Diese stilistische Entscheidung verortet das Projekt klar im Spannungsfeld zwischen Retro-Ästhetik und zeitgenössischem Genrekino.

© Tiberius Film

Körperlichkeit, Casting und Festivalresonanz

In der Hauptrolle steht die Wrestlerin Max The Impaler, die der Figur Dolly eine physische Präsenz verleiht, die weit über klassische Horror-Antagonisten hinausgeht. Als „Final Girl“ tritt Fabianne Therese auf, während Seann William Scott in einer ungewohnt intensiven Rolle zu sehen ist, die bewusst mit seinem bisherigen Image bricht.

„DOLLY“ feierte seine Premiere beim Fantastic Fest und lief anschließend auf zahlreichen internationalen Genre-Festivals, darunter Sitges, FrightFest und Screamfest LA. Beim Morbido Film Festival wurde der Film zudem mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Damit positioniert sich „DOLLY“ früh als ein Titel, der innerhalb der Horrorszene auf starke Resonanz stößt und insbesondere durch seine konsequente stilistische Ausrichtung Aufmerksamkeit generiert.