Zwischen Alltagsroutine und unausgesprochenen Sehnsüchten
Mit „Alte Liebe“ bringen Regisseur Andreas Dresen und Drehbuchautorin Laila Stieler ihre inzwischen neunte gemeinsame Kinoarbeit auf die Leinwand. Nach Filmen wie „Gundermann“, „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“ und „In Liebe, Eure Hilde“ widmet sich das Erfolgsduo diesmal einer ebenso leisen wie universellen Geschichte über das Älterwerden, verpasste Chancen und die Frage, ob ein Neuanfang auch nach vierzig Ehejahren noch möglich ist. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder und startet am 8. Oktober 2026 in den deutschen Kinos. Die Hauptrollen übernehmen Dagmar Manzel und Joachim Król.
Seit seiner Pensionierung verbringt Harry seine Tage am liebsten im Garten, kümmert sich um seinen Rittersporn, trinkt Weizenbier und begegnet dem Leben mit stoischer Gelassenheit. Seine Frau Lore sieht darin vor allem Stillstand. Sie hält an ihrer Arbeit als Bibliothekarin fest, organisiert Lesungen und träumt insgeheim von Reisen, Aufbruch und einem Leben, das ihr noch neue Möglichkeiten eröffnet. Obwohl beide erstaunlich viel miteinander sprechen, reden sie oft aneinander vorbei.
Als Tochter Julia zum dritten Mal heiraten möchte, brechen lange verdrängte Konflikte endgültig auf. Hinter alltäglichen Diskussionen – vom Hochdruckreiniger bis zu Harrys Bequemlichkeit – verbergen sich Fragen, die sich über Jahrzehnte angesammelt haben: Welche Träume sind unerfüllt geblieben? Welche Entscheidungen würden sie heute anders treffen? Und kann eine langjährige Beziehung noch einmal neu beginnen?

Dresen und Stieler setzen ihre Erfolgszusammenarbeit fort
Mit „Alte Liebe“ setzen Andreas Dresen und Laila Stieler ihre langjährige kreative Partnerschaft fort, die zu den erfolgreichsten des deutschen Kinos zählt. Wie schon in ihren früheren Filmen richten sie den Blick auf Menschen, deren Gefühle und Konflikte sich nicht in großen Gesten, sondern in den kleinen Momenten des Alltags entfalten. Die Vorlage von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder, die im August 2026 im Hanser Verlag neu aufgelegt wird, liefert dafür die Grundlage.
Getragen von den fein nuancierten Darstellungen von Dagmar Manzel und Joachim Król erzählt „Alte Liebe“ mit Humor, Melancholie und viel Menschenkenntnis von einer Beziehung, die nach vierzig gemeinsamen Jahren an einem Wendepunkt steht. Der Film fragt, ob Liebe im Alter lediglich Gewohnheit ist – oder ob sie den Mut besitzt, sich noch einmal neu zu erfinden.
