NORMAL

Mit „Normal“ erhält Bob Odenkirk eine Rolle, die perfekt zu seinem Markenzeichen passt. Der Schauspieler, bekannt aus „Better Call Saul“ und den beiden „Nobody“-Filmen, verkörpert erneut einen scheinbar gewöhnlichen Mann, der unter Druck ungeahnte Fähigkeiten offenbart. Regisseur Ben Wheatley verbindet in seinem Actionfilm kompromisslose Gewalt mit schwarzem Humor. Das Drehbuch stammt von Derek Kolstad, dem kreativen Kopf hinter der „John Wick“-Reihe.

Im Zentrum der Geschichte steht Sheriff Ulysses. Nach beruflichen Rückschlägen und einer kriselnden Ehe wird er vorübergehend in die abgelegene Kleinstadt Normal versetzt. Die Hoffnung auf einen ruhigen Neuanfang scheint zunächst berechtigt. Die Stadt wirkt verschlafen, die Probleme überschaubar. Doch diese Fassade hält nicht lange.

Eine Stadt voller Geheimnisse

Als ein missglückter Banküberfall die vermeintliche Idylle erschüttert, erkennt Ulysses schnell, dass Normal weit mehr verbirgt, als der Name vermuten lässt. Hinter der Oberfläche der Kleinstadt brodelt ein Geflecht aus Geheimnissen, Gewalt und dunklen Geschäften. Was als Routineeinsatz beginnt, entwickelt sich für den Sheriff zu einer Reihe immer gefährlicherer Konfrontationen. Der Film nutzt dieses Szenario, um mit dem klassischen Motiv des Außenseiters zu spielen. Ulysses ist kein überlebensgroßer Actionheld.

Gerade seine scheinbare Durchschnittlichkeit macht ihn zum idealen Gegenpol für die eskalierenden Ereignisse. Bob Odenkirk beweist erneut sein Talent für Figuren, die zwischen Alltagsmensch und unerwarteter Kampfmaschine wechseln. Seine Darstellung lebt von trockenem Humor und kontrollierter Intensität. An seiner Seite stehen Henry Winkler und Lena Headey, die das Ensemble mit markanten Nebenrollen ergänzen.

Ben Wheatley inszeniert „Normal“ als energiegeladenes Action-Spektakel, das bewusst mit Genreklischees spielt. Die Handschrift von Derek Kolstad ist dabei unverkennbar. Rasante Gewalt, ironische Brechungen und ein Gespür für stilisierte Actionsequenzen prägen den Film.

NORMAL
© Leonine Studios

Premiere in Toronto

„Normal“ feierte seine Weltpremiere auf dem Toronto International Film Festival 2025. Dort entwickelte sich der Film schnell zu einem Publikumsliebling. Die Mischung aus kompromissloser Action, schrägem Humor und einem ungewöhnlichen Helden traf auf positive Resonanz. Der deutsche Kinostart ist für den 16. April 2026 angekündigt. Damit dürfte „Normal“ zu den auffälligeren Actiontiteln des Frühjahrs zählen.

„Normal“ nutzt die vertraute Idee des unterschätzten Helden und verwandelt sie in ein temporeiches Actionabenteuer. Bob Odenkirk trägt den Film mit trockenem Charisma, während Ben Wheatley und Derek Kolstad das Genre mit Humor und Energie aufladen. Eine scheinbar ruhige Kleinstadt wird hier zum explosiven Schauplatz.