KRUX

Mit „Krux“ erzählt Regisseurin Tony Vahl von den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs und einer Dorfgemeinschaft, die angesichts der bevorstehenden Niederlage vor einer folgenschweren Entscheidung steht. Jella Haase und Frida-Lovisa Hamann übernehmen die Hauptrollen in dem historischen Drama, das von tatsächlichen Ereignissen inspiriert wurde. Nachdem der Film bereits auf internationalen Festivals in Toronto und San Sebastián vorgestellt wurde, ist nun der offizielle Trailer erschienen. Der deutsche Kinostart ist für den 4. Februar 2027 vorgesehen.

Ein Dorf zwischen Angst, Propaganda und dem nahenden Kriegsende

Die Handlung führt ins Frühjahr 1945. In einem kleinen Dorf im Nordosten Deutschlands sind die meisten Männer längst an der Front. Zurückgeblieben sind überwiegend Frauen, Kinder und einige ältere Männer, die versuchen, ihren gewohnten Alltag aufrechtzuerhalten. Obwohl sich die militärische Niederlage abzeichnet, bestimmen nationalsozialistische Überzeugungen weiterhin das Leben der Bewohner. In der Schule werden dieselben Lehren vermittelt wie zuvor, während Kirche, Arbeit und familiäre Verpflichtungen den Tagesablauf prägen.

Doch mit dem Heranrücken der Roten Armee wächst die Unsicherheit. Als der Fluss plötzlich unbekannte Leichen ans Ufer spült, lässt sich die Bedrohung nicht länger verdrängen. Die Angst vor den sowjetischen Soldaten wird durch Gerüchte und jahrelange Propaganda zusätzlich verstärkt. Niemand weiß, was nach dem Einmarsch geschehen wird. Während einige Bewohner noch auf eine Rettung hoffen, beginnt das Vertrauen in die bisherigen Autoritäten zu zerbrechen.

KRUX
© Vuelta Germany

Ein verhängnisvoller Befehl spaltet die Dorfgemeinschaft

Die Situation eskaliert, als die Anweisung verbreitet wird, dass kein Deutscher lebend in die Hände des Feindes fallen dürfe. Der Bürgermeister fordert die Bewohner auf, diesen Befehl zu befolgen. Der Pfarrer stellt sich dagegen, während der Lehrer erstmals an den Überzeugungen zweifelt, die er selbst über Jahre vermittelt hat. Im Mittelpunkt stehen Greta (Jella Haase) und Anni (Frida-Lovisa Hamann). Wie die anderen Frauen müssen sie das tägliche Leben organisieren, ihre Familien versorgen und die Kinder beschützen.

Gleichzeitig werden sie mit Entscheidungen konfrontiert, deren Folgen kaum abzusehen sind. Der Film beschäftigt sich damit, wie eine Gemeinschaft auf den Zusammenbruch ihrer bisherigen Ordnung reagiert. Während die Männer weiterhin Befehle erteilen, tragen vor allem die Frauen die unmittelbare Verantwortung für das Überleben ihrer Angehörigen.

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© Vuelta Germany

Tony Vahl erzählt von moralischen Entscheidungen unter extremem Druck

Mit „Krux“ gibt Tony Vahl ihr Spielfilmdebüt. Das Drehbuch verbindet historische Ereignisse mit einer Geschichte über Gehorsam, persönliche Verantwortung und die Folgen politischer Indoktrinierung. Neben Jella Haase und Frida-Lovisa Hamann gehören Clemens Schick, Lukas Miko, Martin Wuttke, Steffi Kühnert und Hans-Uwe Bauer zum Ensemble. Auch Lilly Marie Tschörtner sowie die jungen Darsteller Marlene Franzone, Phileas Heyblom und Hugo Goers wirken mit.

Die Geschichte konzentriert sich auf die Menschen innerhalb einer abgeschlossenen Dorfgemeinschaft. Gerade weil die militärischen Ereignisse außerhalb ihres unmittelbaren Umfelds stattfinden, bestimmen Unsicherheit und gegenseitiges Misstrauen zunehmend das Verhalten der Figuren. Nach seinen Festivalvorführungen in Toronto und San Sebastián kommt „Krux“ am 4. Februar 2027 in die deutschen Kinos.