Triumph bei den Japan Academy Film Prizes
„Kokuhō – Meister des Kabuki“ gehört zu den großen Gewinnern der 49. Japan Academy Film Prizes. Bei der Verleihung am 13. März 2026 in Tokio wurde das historische Drama in den wichtigsten Kategorien ausgezeichnet. Der Film gewann unter anderem als Bester Film, Beste Regie für Lee Sang-il, Bestes Drehbuch für Satoko Okudera sowie Bester Hauptdarsteller für Ryo Yoshizawa. Ergänzt wurde dieser Erfolg durch zahlreiche technische Auszeichnungen, darunter für Musik, Kamera, Szenenbild, Schnitt, Ton und Licht.
Damit positioniert sich „Kokuhō“ klar als dominierende Produktion des japanischen Kinojahres. Auch international sorgt der Film für Aufmerksamkeit. Im Rahmen der Oscar-Kampagne wurde „Kokuhō“ in Los Angeles präsentiert, wo sich unter anderem Tom Cruise begeistert zeigte und den Film ausdrücklich für die große Leinwand empfahl.
„This is a very, very special movie and one that you must see on the big screen“
Tom Cruise
Zudem erhielt die Produktion eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bestes Make-up und Hairstyling. Für einen japanischen Film ist das ein seltenes Signal internationaler Anerkennung.

Ein episches Drama über Kunst und Rivalität
Inhaltlich erzählt „Kokuhō – Meister des Kabuki“ eine über Jahrzehnte angelegte Geschichte über zwei Männer, die sich der traditionellen japanischen Theaterkunst verschreiben. Die Handlung beginnt 1964 in Nagasaki. Nach dem Tod seines Vaters, einem Yakuza-Anführer, wird der junge Kikuo von einem berühmten Kabuki-Schauspieler aufgenommen. Gemeinsam mit dessen Sohn Shunsuke wächst er in diese Welt hinein.
Aus einer anfänglichen Verbindung entsteht im Laufe der Jahre eine komplexe Beziehung aus Freundschaft, Konkurrenz und künstlerischem Ehrgeiz. Beide streben nach dem höchsten Titel ihrer Kunst. Doch nur einer kann den Rang eines „Kokuhō“, eines lebenden Nationalschatzes, erreichen. Mit über 14 Millionen Kinobesuchern in Japan ist der Film nicht nur ein Kritikererfolg, sondern auch ein kommerzieller Ausnahmehit.
Er gilt als erfolgreichster japanischer Spielfilm aller Zeiten. Diese Kombination aus künstlerischer Anerkennung und breiter Publikumsresonanz unterstreicht die besondere Stellung des Films im aktuellen Kinojahr.
Regie, Ästhetik und kulturelle Tiefe
Regisseur Lee Sang-il bestätigt mit „Kokuhō“ seinen Ruf als einer der bedeutendsten Filmemacher des zeitgenössischen japanischen Kinos. Der Film verbindet präzise Figurenzeichnung mit einer visuell opulenten Inszenierung.
Im Zentrum steht die Kabuki-Kunst, eine traditionsreiche Theaterform, die Musik, Tanz und Schauspiel miteinander vereint. Besonders prägend ist die Darstellung weiblicher Rollen durch männliche Schauspieler, sogenannte Onnagata. Diese kulturelle Ebene verleiht dem Film zusätzliche Tiefe und macht ihn zugleich zu einer Reflexion über Identität, Darstellung und künstlerische Transformation
„Kokuhō – Meister des Kabuki“ ist ein episches, vielschichtiges Drama über Kunst, Rivalität und persönliche Opfer. Der Film vereint visuelle Wucht mit emotionaler Intensität und kultureller Präzision. Seine zahlreichen Auszeichnungen bestätigen seinen Status als eines der wichtigsten internationalen Filmereignisse des Jahres. Ein Werk, das sowohl cineastisch als auch kulturell Maßstäbe setzt.
