Am 22. Januar 2026 startet Das tiefste Blau im Heimkino und bringt eines der eindrucksvollsten Arthouse-Dramen der letzten Jahre erstmals ins Wohnzimmer. Der Film erzählt mit großer Ruhe und emotionaler Kraft die Geschichte von Tereza, einer Frau, die sich weigert, still zu verschwinden.
Die 77-jährige Tereza, gespielt von Denise Weinberg, lebt in einer kleinen Industriestadt im Amazonasgebiet. Ihr Alltag ist schlicht, geprägt von Gewohnheit und einem tiefen Verwurzelt sein mit der Umgebung. Doch eines Tages erhält sie eine offizielle Anweisung der Regierung. Sie soll in eine abgelegene Seniorenkolonie umgesiedelt werden, einen Ort, an dem alte Menschen ihre letzten Jahre „genießen“ sollen, während die junge Generation sich ganz auf Produktivität und wirtschaftlichen Fortschritt konzentriert. Was als fürsorgliche Maßnahme verkauft wird, entpuppt sich schnell als ein System der Ausgrenzung und Kontrolle.

Eine Reise in den Amazonas – und zu sich selbst
Tereza fügt sich nicht. Stattdessen trifft sie eine radikale Entscheidung. Sie verlässt die Stadt und begibt sich auf eine Reise immer tiefer in das Herz des Amazonas. Mit jedem Nebenfluss, den sie durchquert, mit jedem Stück Dschungel, das sie hinter sich lässt, entfernt sie sich weiter von einer Gesellschaft, die sie abgeschrieben hat. Bevor man ihr endgültig die Freiheit nimmt, will sie sich einen letzten Wunsch erfüllen. Dieser Wunsch ist zugleich Flucht, Aufbegehren und Neubeginn und wird Tereza nachhaltig verändern.
Regisseur Gabriel Mascaro inszeniert diese Reise als stilles, aber kraftvolles Statement gegen Altersdiskriminierung und staatliche Bevormundung. Nach Neon Bull und Divino Amor bleibt Mascaro auch hier seinem klaren, politischen Blick treu. Der Amazonas ist in Das tiefste Blau weit mehr als Kulisse. Er wird zu einem lebendigen Raum der Möglichkeiten, zu einem Ort der Erinnerung, des Widerstands und der Transformation.

Bildgewalt, Auszeichnungen und ein hypnotischer Sog
Bei seiner Weltpremiere auf den 75. Internationalen Filmfestspielen von Berlin wurde der Film mit dem Großen Preis der Jury, dem Silbernen Bären, ausgezeichnet. Zusätzlich erhielt er den Preis der ökumenischen Jury sowie den Preis der Leserjury der Berliner Morgenpost. Diese Auszeichnungen unterstreichen die außergewöhnliche Resonanz, die Mascaros Werk beim Publikum und der Kritik ausgelöst hat. Neben Denise Weinberg überzeugt auch Rodrigo Santoro in einer tragenden Rolle.
Die Kamera fängt den Amazonas in hypnotischen Bildern ein und verleiht dem Film eine meditative Qualität, die lange nachwirkt. Das tiefste Blau ist kein lautes Drama. Es ist ein Film, der sich Zeit nimmt, der beobachtet und spürt, der Fragen stellt, ohne einfache Antworten zu liefern. Das tiefste Blau ist ein poetisches, politisches und zutiefst menschliches Kinoerlebnis. Ein Film über Würde im Alter, über Selbstbestimmung und über den Mut, sich dem eigenen Verschwinden zu widersetzen. Ein Werk, dem man sich hingibt und das man nicht so schnell vergisst.
Technische Details:
| DVD | |
| Label: | Alamode Filmdistribution OHG |
| Vertrieb: | Alive |
| Sprachen: | Deutsch, Portugiesisch |
| Untertitel: | Deutsch |
| Genre: | Drama |
| Regie: | Gabriel Mascaro |
| Darsteller: | Denise Weinberg, Rodrigo Santoro, Miriam Socarras, Adanilo, Rosa Malagueta u.v.m. |
| Extras: | Trailer, Wendecover |
| Bildformat: | 4:3 Pillarbox (16:9) |
| Filmlänge: | 82 Min. |
| Land / Jahr: | Brasilien, Mexiko, Niederlande, Chile / 2025 |
| Tonformat: | DD 5.1 DVD |
| FSK: | 6 Jahre – Bedrohung, belastende Szenen |
| VÖ: | 22.01.26 |
| Bestell-Nr.: | 6425446 |
| EAN: | 4042564254464 |





