FACKHAM HALL

Mit „Fackham Hall“ entsteht eine bewusst überzeichnete Parodie, die klassische britische Stoffe mit anarchischem Humor verbindet. Der Film greift die Ästhetik und Erzählmuster von Downton Abbey auf und kombiniert sie mit dem absurden Witz von Airplane! und dem Stil von Monty Python.

Im Zentrum steht Eric Noone, ein gewitzter Kleinkrimineller, der eine Anstellung in einem traditionsreichen englischen Herrenhaus findet. Was zunächst wie ein einfacher Job wirkt, eröffnet ihm eine völlig neue Welt voller gesellschaftlicher Regeln, versteckter Spannungen und unausgesprochener Konflikte.

(R-L) Tom Felton, Damian Lewis, Katherine Waterston, and Thomasin McKenzie in Fackham Hall (2025)
(R-L) Tom Felton, Damian Lewis, Katherine Waterston, and Thomasin McKenzie in Fackham Hall (2025) © Leonine Studios

Ensemble zwischen Satire und Genre-Spiel

Eric gewinnt zunehmend das Vertrauen der Familie und steigt innerhalb des Hauses auf. Gleichzeitig entwickelt sich eine verbotene Nähe zur jüngsten Tochter Rose Davenport (Thomasin McKenzie). An ihrer Seite steht Ben Radcliffe, der die Dynamik dieser ungewöhnlichen Beziehung mitträgt. Doch die fragile Ordnung des Anwesens gerät ins Wanken. Eine eskalierende Hochzeit bringt die ohnehin angespannten Verhältnisse zum Kippen.

Als schließlich ein mysteriöser Todesfall das Haus erschüttert, steht Eric plötzlich im Zentrum der Ermittlungen. Misstrauen breitet sich aus, und die Grenzen zwischen Loyalität und Eigeninteresse verschwimmen zunehmend. Der Film setzt stark auf ein vielseitiges Ensemble. Jimmy Carr sorgt mit seinem trockenen Humor für pointierte Momente, während Damian Lewis, Katherine Waterston, Emma Laird und Tom Felton das Geschehen mit unterschiedlichen Facetten ergänzen.

„Fackham Hall“ bewegt sich bewusst zwischen Krimi, RomCom und Parodie. Der Film nutzt vertraute Elemente wie das abgeschottete Anwesen, die gesellschaftlichen Hierarchien und den klassischen Mordfall, bricht diese jedoch immer wieder durch überzeichnete Situationen und absurde Wendungen auf.

Ben Radcliffe in Fackham Hall (2025)
Ben Radcliffe in Fackham Hall (2025) © Leonine Studios

Die Geschichte folgt einem klaren Prinzip. Hinter der eleganten Oberfläche eines britischen Herrenhauses verbirgt sich ein fragiles System, das jederzeit auseinanderbrechen kann. Der Mordfall fungiert dabei als Auslöser, der bestehende Spannungen sichtbar macht und das gesamte Gefüge destabilisiert. Gleichzeitig bleibt die romantische Komponente zentral. Die Beziehung zwischen Eric und Rose bildet das emotionale Gegengewicht zum eskalierenden Chaos und verleiht der Geschichte eine zusätzliche Ebene.

FACKHAM HALL
© Leonine Studios