ATHOS 2643

Ende des vergangenen Jahres fiel die letzte Klappe zu ATHOS 2643. Mit dem Science-Fiction-Thriller setzt Regisseur David Wnendt nach SONNE UND BETON und ER IST WIEDER DA seine Zusammenarbeit mit Constantin Film fort. Nun wurden erste Bilder veröffentlicht. Der Kinofilm basiert auf dem preisgekrönten Roman des Jenaer Autors Nils Westerboer. Das Drehbuch stammt von David Wnendt, der gemeinsam mit Fabian Gasmia auch an der Adaption beteiligt war. ATHOS 2643 verwebt Fragen nach Glauben, Technologie und menschlicher Natur zu einem düsteren Zukunftsentwurf. In den Hauptrollen sind Maximilian Mundt, Emma Nova, Christian Friedel, Ulrich Matthes und Iris Berben zu sehen.

Die Handlung führt ins Jahr 2643. Die Erde ist zerstört, die Menschheit lebt verstreut im Sonnensystem. Auf dem abgelegenen Neptunmond Athos wird ein Kloster zum Schauplatz eines grausamen Verbrechens. Ausgerechnet die lebenserhaltende Künstliche Intelligenz gerät unter Mordverdacht. Ein Inquisitor und Spezialist für Verhöre künstlicher Intelligenzen wird entsandt. Maximilian Mundt spielt den Ermittler, begleitet von seiner holographischen Partnerin Zack, dargestellt von Emma Nova. Ihr Verhalten unterliegt strengen Sicherheitsprotokollen, doch in einer Kolonie, in der selbst das Atmen zum Risiko wird, geraten Regeln schnell ins Wanken.

ATHOS 2643
© Constantin Film

Zwischen technischer Kälte und menschlicher Sehnsucht

Was als Ermittlungsfall beginnt, entwickelt sich zu einem komplexen Machtspiel. Die Mönche des Klosters scheinen Informationen zurückzuhalten. Die KI erweist sich als strategisch denkende Instanz, die ihr Handeln geschickt verschleiert. Ein zweiter Mord verschärft die Lage. Für den Inquisitor beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem nicht nur die Wahrheit, sondern das eigene Überleben auf dem Spiel steht. Um Zacks volles Potenzial zu nutzen, trifft er eine Entscheidung mit unabsehbaren Konsequenzen. David Wnendt beschreibt ATHOS 2643 als Liebesgeschichte in einer Welt, die für Zärtlichkeit keinen Raum mehr kennt.

Liebe erscheine hier als letztes Glimmen der Menschlichkeit in der Dunkelheit des Alls. Der Film verspricht damit mehr als einen klassischen Sci-Fi-Thriller. Er positioniert sich als philosophische Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Mensch und Maschine, von Spiritualität und Kontrolle. Ein Starttermin ist für Ende Februar 2027 anvisiert. Die ersten Bilder deuten jedoch bereits auf eine kühle, visuell präzise Inszenierung hin, die Wnendts bisheriges Werk konsequent in ein futuristisches Setting überträgt.

ATHOS 2643
© Constantin Film