CLUB KID

Ein Leben zwischen Clubs, Partys und durchfeierten Nächten gerät aus den Fugen, als plötzlich ein zehnjähriger Junge vor der Tür steht. Mit „Club Kid“ erzählt Jordan Firstman die Geschichte eines New Yorker Nachtleben-Promoters, der unerwartet mit seiner eigenen Vergangenheit und den Verpflichtungen des Erwachsenseins konfrontiert wird. Firstman schrieb das Drehbuch, führte Regie und übernahm selbst die Hauptrolle. Sein Spielfilmdebüt feierte 2026 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes Premiere und startet am 28. Januar 2027 in den deutschen Kinos.

Die Tragikomödie verbindet das Milieu der queeren New Yorker Clubszene mit einer Vater-Sohn-Geschichte. Neben Firstman spielen Reggie Absolom, Cara Delevingne, Diego Calva und Kirby Howell-Baptiste. Gedreht wurde 2025 an Originalschauplätzen in New York.

Ein unbekannter Sohn verändert Peters bisheriges Leben

Peter (Jordan Firstman) hat einen Großteil seines Erwachsenenlebens in der New Yorker Clubszene verbracht. Als professioneller Partyveranstalter kennt er die Menschen, die Orte und die Regeln einer Welt, in der die Nächte häufig erst beginnen, wenn andere längst schlafen. Nach einem Jahrzehnt exzessiven Feierns bewegt er sich allerdings zunehmend zwischen beruflicher Routine, durchfeierten Nächten und den Folgen seines Lebensstils. Zu seinem engsten Umfeld gehört seine Geschäftspartnerin Sophie (Cara Delevingne).

Gemeinsam sind sie Teil einer Szene, deren Zusammenhalt nicht nur auf geschäftlichen Beziehungen, sondern auch auf Freundschaften und einer selbst gewählten Gemeinschaft beruht. Verantwortung außerhalb dieser Welt spielte für Peter bislang kaum eine Rolle. Das ändert sich, als eines Tages die Britin Edison (Kirby Howell-Baptiste) vor seiner Wohnung in Downtown New York erscheint. Sie bringt den zehnjährigen Arlo (Reggie Absolom) mit und erklärt Peter, dass der Junge sein Sohn sei. Von dessen Existenz hatte Peter bis zu diesem Zeitpunkt nichts gewusst.

Die Begegnung stellt seinen bisherigen Alltag infrage. Obwohl er auf die Rolle als Vater nicht vorbereitet ist, möchte Peter Verantwortung für Arlo übernehmen. Zwischen seinen beruflichen Verpflichtungen und dem Leben eines Kindes muss er erstmals Entscheidungen treffen, deren Folgen nicht allein ihn selbst betreffen. Unterstützung erhält er von Oscar (Diego Calva), einem Sozialarbeiter, der Peter und Arlo durch die bürokratischen Anforderungen des amerikanischen Familienalltags begleitet. Die Beziehung zwischen den beiden Männern erweitert die Geschichte um eine weitere persönliche Ebene.

Jordan Firstman in Club Kid (2026)
© DCM

Die New Yorker Clubszene wird zum Schauplatz einer ungewöhnlichen Familiengeschichte

„Club Kid“ verankert seine Handlung in einer Gemeinschaft, deren Mitglieder über Freundschaften, gemeinsame Erfahrungen und das Nachtleben miteinander verbunden sind. Peters bisheriges Umfeld verschwindet durch die Ankunft seines Sohnes nicht einfach. Vielmehr treffen zwei Lebensbereiche aufeinander, die zunächst kaum miteinander vereinbar erscheinen. Zum Ensemble gehören zahlreiche Persönlichkeiten aus der queeren Clubszene.

Saturn Risin9, Alaska Riley, Miss Benny, Nigil Whyte, River Moon, David Peck und Jack Cameron Kay verkörpern Mitglieder von Peters Freundeskreis. Firstman besetzte dabei neben professionellen Schauspielern auch Menschen, die selbst Teil des dargestellten Milieus sind. Mit dieser Entscheidung verbindet die Produktion eine fiktionale Geschichte mit Elementen einer tatsächlich existierenden Subkultur. Die Clubs und Straßen New Yorks bilden nicht lediglich den Hintergrund der Handlung, sondern gehören unmittelbar zu Peters Identität.

Im Zentrum steht zugleich die Frage, was Familie bedeutet, wenn sie nicht dem klassischen Modell entspricht. Arlo bringt Peter mit einer biologischen Verbindung in Berührung, von der er bislang nichts wusste. Gleichzeitig besitzt er bereits ein soziales Umfeld, das für ihn eine Form selbst gewählter Familie darstellt.

Jordan Firstman übernimmt Drehbuch, Regie und Hauptrolle

Für Jordan Firstman ist „Club Kid“ das erste abendfüllende Spielfilmprojekt als Regisseur. Zuvor hatte er bereits mehrere Kurzfilme inszeniert und als Schauspieler und Autor gearbeitet. Größere Bekanntheit erlangte er unter anderem durch seine Auftritte in sozialen Medien sowie seine Beteiligung an Serienproduktionen. Im Fernsehen war Firstman unter anderem in „I Love LA“ zu sehen.

Darüber hinaus spielte er in Sebastián Silvas Film „Rotting in the Sun“, der 2023 beim Sundance Film Festival Premiere feierte. Für sein Regiedebüt übernahm Firstman mehrere zentrale kreative Aufgaben selbst. Er entwickelte das Drehbuch, inszenierte den Film und spielt mit Peter die Hauptfigur. Die Kamera führte Adam Newport-Berra, der zuvor unter anderem an „The Invite“ gearbeitet hatte. Reggie Absolom übernimmt als Arlo eine der beiden zentralen Rollen. Der junge Schauspieler war zuvor unter anderem in der Serie „Silo“ zu sehen.

Cara Delevingne spielt Peters Geschäftspartnerin Sophie, während Diego Calva als Sozialarbeiter Oscar auftritt. Zum weiteren Ensemble gehören Eldar Isgandarov und Colleen Camp. Die Dreharbeiten fanden 2025 an Originalschauplätzen in New York statt. Für die Kameraarbeit setzte die Produktion auf 35-mm-Film.

CLUB KID
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Produzenten von Anora und A Real Pain stehen hinter dem Film

Produziert wurde „Club Kid“ von Alex Coco, Galen Core, Michael Bloom und Ryan Heller. Das Produktionsteam bringt Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen des amerikanischen Independentkinos mit. Alex Coco war unter anderem an „Anora“ beteiligt, während Galen Core zu den Produzenten von „Lurker“ gehört. Ryan Heller arbeitet für Topic Studios, das bereits an „A Real Pain“ beteiligt war. Michael Bloom war zuvor unter anderem mit „Leave No Trace“ verbunden.

„Club Kid“ feierte seine Weltpremiere im Mai 2026 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes. Der Film wurde in die Sektion „Un Certain Regard“ eingeladen, die innerhalb des Festivals insbesondere eigenständige filmische Handschriften und unterschiedliche Erzählformen präsentiert. Als Spielfilmdebüt gehörte Firstmans Arbeit außerdem zu den für die Caméra d’Or berücksichtigten Produktionen. Nach seiner Festivalpremiere wurde der Film auch auf weiteren internationalen Veranstaltungen gezeigt, darunter beim Filmfest Hamburg.

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