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Special: Michael Fassbender: Von Heidelberg nach Hollywood

Posted by By at 1 Dezember, at 12 : 30 PM Print

Special: Michael Fassbender: Von Heidelberg nach Hollywood

Alle paar Jahre gibt es sie noch in Hollywood: Newcomer, die wie aus dem Nichts die Herzen des Publikums erobern und die Kritiker begeistern. In diesem Jahr machte vor allem einer von sich reden: Michael Fassbender. Ohne das klassische Saubermann-Lächeln besticht der gebürtige Heidelberger vor allem durch sein außergewöhnliches Schauspieltalent. Dieses Talent stellt er auch aktuell in der Verfilmung des weltberühmten Romans JANE EYRE (Ab 1. Dezember im Kino) unter Beweis.

Vor 34 Jahren wurde Michael Fassbender, Sohn eines Deutschen und einer Irin, in Heidelberg geboren und zog mit seinen Eltern im Alter von 2 Jahren ins irische Städtchen Killarney. Dort aufgewachsen, lag der Traum von einer großen Karriere als Schauspieler nicht besonders nah. Doch als er mit 17 Jahren an einem Schulworkshop teilnahm, sprang der Funke sofort über. Er zog nach London, um dort Schauspiel zu studieren. Kurz vor dem Abschluss schmiss er hin. Nicht, weil ihm das Studium nicht mehr gefiel, sondern weil er endlich seinen Marktwert testen wollte und sich für erste TV- und Kinorollen bewarb.

Schnell merkte Michael Fassbender, wie schwer so ein Kaltstart sein kann. Die Hauptrolle in „Pearl Harbor“ schnappte ihm der wesentlich bekanntere Ben Affleck weg. Das große Kino blieb ihm damit vorerst verwehrt. Stattdessen hatte er seine ersten Auftritte in diversen TV Produktionen, mit denen er sich bereits ein teures Hobby finanzieren konnte: Motorräder.

2008 gab Fassbender sein Leinwand-Debüt. Mit völliger Selbstaufgabe spielte er in Steve McQueens Drama „Hunger“ den inhaftierten IRA-Kämpfer Bobby Sands im Hungerstreik. Ausgezeichnet mit 6 Filmpreisen und einer Nominierung als „Bester Hauptdarsteller“ beim Europäischen Filmpreis wurde seine Arbeit entsprechend belohnt. Für die Rolle nahm er fast 20 Kilo ab, was in Anbetracht seiner vorherigen Rolle als Muskelprotz Stelios in „300“ eine gravierende Wandlung war. Diese Wandelbarkeit ist seine große Stärke, die auch mit seiner intensiven Rollenvorbereitung zusammenhängt: „Ich will nicht nur Ihre Kleider tragen, sondern in ihre Haut schlüpfen“, erzählte er kürzlich in einem Interview mit dem Frauenmagazin Petra.

Der Durchbruch beim Mainstream-Publikum gelang Michael Fassbender 2009 mit seiner Rolle als Lieutenant Archie Hicox in „Inglourious Basterds“, für den er erstmals mit seinem Idol Quentin Tarantino zusammenarbeitete. Dessen „Reservoir Dogs“ faszinierte Fassbender als Teenager so sehr, dass er den Plot gemeinsam mit Freunden sogar in einem Nachtclub nachspielte.

Nach den ersten großen Erfolgen ließ auch das private Glück nicht lange auf sich warten. Beim Dreh zum Blockbuster „X-Men: Erste Entscheidung“ traf Michael Fassbender auf Zoë  Kravitz, die Tochter des bekannten Rock-Musikers. Das Paar hütet sich jedoch vor der Klatsch & Tratsch-Presse und zeigt sich kaum in der Öffentlichkeit. Fassbender liest nur ungern über sich in den Medien: „Ich twittere nicht, bin nicht bei facebook und versuche, im Internet nicht über mich zu lesen.“ Doch der ohnehin gefragte Star könnte noch viel stärker in den Fokus der Medien rücken, wenn sich sein auf den Filmfestspielen von Venedig ausgezeichnetes Spiel in „Shame“ als Oscar-verdächtig erweist. Den Oscar verdient hätte auch seine Rolle in der Neuverfilmung des weltberühmten Romanklassikers JANE EYRE. Darin spielt er an der Seite von Mia Wasikowska den unheimlichen und dennoch faszinierenden Hausherren Edward Rochester, in den sich Jane Eyre unsterblich verliebt und dabei die gesellschaftlichen Konventionen des viktorianischen Englands außer Kraft setzt.

JANE EYRE (Ab 1. Dezember im Kino)

Regie-Shootingstar Cary Fukunaga, dessen Erstling „Sin Nombre“ für Furore sorgte, bringt Charlotte Brontës berühmten viktorianischen Liebesroman JANE EYRE frisch und aufregend auf die Leinwand. Neben Oscar-Preisträgerin Judi Dench und Golden-Globe-Gewinnerin Sally Hawkins unterstützten ihn dabei zwei der heißesten Newcomer des internationalen Kinos: „Alice im Wunderland“-Hauptdarstellerin Mia Wasikowska und Michael Fassbender, der in Quentin Tarantinos Mega-Hit „Inglourious Basterds“ begeisterte und kürzlich bei den Filmfestspielen von Venedig als bester Darsteller ausgezeichnet wurde.

Mehr Infos unter www.JaneEyre.de
q.Tobis Film GmbH

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