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Filmkritik: World Invasion – Battle L.A.

Posted by By at 15 April, at 16 : 56 PM Print

Filmkritik: World Invasion – Battle L.A.

Filmkritik von Ilija Glavas

World Invasion: Battle Los Angeles

Originaltitel: Battle: Los Angeles

Regie: Jonathan Liebesmann

Darsteller: Aaron Eckart, Michelle Rodriguez, Michael Pena, NE-YO

Story: Seit Jahren werden überall auf der Welt immer wieder UFO-Sichtungen gemeldet in Buenos Aires, Seoul, Frankreich, Deutschland, China. Aber 2011 wird aus diesen Beobachtungen eine Furcht einflössende Gefahr: Die Erde wird auf einmal von unbekannten Streitmächten angegriffen. Während die Menschen weltweit machtlos mit ansehen müssen, wie ihre Städte dieser Invasion zum Opfer fallen, wird Los Angeles der letzte Zufluchtsort der Menschheit in einem Krieg, den keiner sich vorzustellen wagte. Nantz (AARON ECKHART) und sein Team müssen eine letzte Verteidigungslinie errichten und sich dem Kampf gegen einen übermächtigen Feind stellen. Ein Feind, wie er ihnen noch nie zuvor begegnet ist …

Filmkritik:

Alien Pioniere versagen im wilden Westen.

Jonathan Liebesmann ( Der Fluch von Darness Falls ) hat es nicht geschafft einen Überraschungs Erfolg dieses Kino Jahres zu liefern. Seine Mischung aus Black Hawk Down und Krieg der Welten erinnert mehr an ein Spiel wie Crysis 2 oder Call of Duty. Die Vermarktung des Films war durchaus viel versprechend. Mit Einblendungen von Ufo Sichtungen, Rückblenden, wurde eine reelle Story angekündigt. Städte wie Hamburg oder Buenos Aires sind durch die Aliens bereits Kolonisiert.

Viel Pathos und Werbung für das Marinecorps sind sofort erkennbar. Die Charaktere bleiben eindimensionale Soldaten. Im Krieg gelten anscheinend keine Charaktere. Nach einer ca. 20 min. Einführung der Hauptfiguren, durch Einblendungen von Rang und Namen geht es auch schon in den Krieg. Nichts anderes versucht der Film zu verkaufen. Es gibt kaum ruhige Momente um die Charaktere zu vertiefen. Das lag auch nicht in der Absicht der Macher, schon gar nicht in der des Drehbuches. Es hetzt seine Protagonisten durch die Szenen im zerstörten L.A. Eine kleine Ausnahme ist Schauspieler Aaron Eckart ( Dark Knight ).

Two Face sehr solide

Eckart spielt solide und gewohnt einen ausgebrannten Elite Soldaten, der sein Platoon im letzten Einsatz verlor. Diese Pleite brachte ihm einen zweifelhaften Ruf ein.  Nach seiner Pensionierung wird er erneut gerufen, da Aliens L.A. angreifen. Der Rest des Platoons hätte auch Nummern tragen können, so emotionslos wirkt ihr ableben auf den Kinogänger. Der Zuschauer befindet sich  im Game – Modus. Wackelbilder, Perspektiven eines Ego – Shooters. Isoliert von der Außenwelt, ist der Zuschauer Teil eines Marine Platoons und sieht die Ereignisse der ganzen Welt – genau wie die Soldaten –  nur im TV. Diese Perspektive hat einen gewissen Reiz. Das Kriegsszenerio incl. Chaos, der Ungewissheit was los ist, ist sicherlich gut eingefangen. Die Spezialeffekte wirken, sind gut eingesetzt und bringen bombastische Action. Genau wie im deutlich schwächeren Skyline, ist eine Hubschrauber – Rettungs – Szene enthalten, die jeder Kinogänger vorhersehen kann.

Die gesichtlosen Wesen sind kaum in ruhigen Szenen zu sehen. Müssen sie auch nicht. Mit ihren Waffen, Kommandozentralen und Flugmaschinen, wirken sie mehr wie versammelte Feinde, welche die USA hassen. Dieser „Terroristen in the House“ Effekt bleibt etwas bitter haften. Man fühlt sich an „Die rote Flut“ ( kommt als Remake – 1984, Patrick Swayze ) mit Aliens erinnert nur schlechter.

Die Filmmusik sei hier als „ist da“ erwähnt.

Fazit: Der Film hat versagt. Keine Story die Begeistert. World Invasion macht einiges besser als Skyline im Dezember. Die brachiale Kriegsdarstellung reicht allerdings nicht um einen guten Film zu liefern. Eine Szene, in der Eckharts Charakter einem Jungen erklärt warum und wie Marines so Handeln, wird als Werbevideo bei  jedem Army/ Navy Event gezeigt werden können.  Um es in das  Marines – Deutsch zu übersetzen: Rückzug aus dem Kino, zur Hölle – JA!

Wertung: 3 / 10

10        Meisterwerk
8-9       sehr gut
6-7       gute Unterhaltung
5          gerührt statt geschüttelt
3-4       geht grad noch
1-2       miserabel
0          ohne Worte

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