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Filmkritik: Scream 4

Posted by By at 3 Mai, at 09 : 43 AM Print

Filmkritik: Scream 4

von Ilija Glavas

Scream ( 2010 )

Regie: Wes Craven

Darsteller: Neve Campbell, Courteney Cox, Emma Roberts, Hayden Panettiere, David Arquette , Rory Culkin u.a

Story: „Was ist dein Lieblingshorrorfilm?“ Mit einem Anruf und einer Stimme, die man nie mehr vergisst, begann die grausame Mordserie in Woodsboro. Seitdem hat Sidney (Neve Campbell) ihre Heimatstadt nicht mehr besucht. Doch auf der Lesereise zu ihrem aktuellen Buch stimmt die inzwischen erfolgreiche Autorin zu, in der Kleinstadt Halt zu machen. Ex-Sheriff Dewey (David Arquette) und die Journalistin Gale (Courteney Cox) – mit ihr die einzigen Überlebenden von damals – bereiten ihr ein herzliches Wiedersehen. Auch Sidneys Tante (Mary McDonnell), ihre fast erwachsene Cousine Jill (Emma Roberts) sowie deren beste Freunde Kirby (Hayden Panettiere) und Charlie (Rory Culkin) freuen sich über Sidneys Ankunft. Mit ihrem Besuch jähren sich allerdings auch die Woodsboro-Morde und rufen einen alten, totgeglaubten Bekannten auf den Plan: Ghostface ist zurück und mit ihm seine sadistische Jagd auf Sidney und ihre Freunde! Mittlerweile haben sich jedoch die Regeln für Horrorfilme geändert: Das Unerwartete ist längst Klischee und auch Jungfrauen werden nicht mehr verschont. Es wird Zeit, dass jemand Neues stirbt…

Filmkritik

Wes Craven hat in den 90er Jahren mit der SCREAM-Trilogie durch seine clevere Mischung aus blutigen Morden und selbstreferenzierter, frecher Ironie den Slasher-Film auf spektakuläre Weise neu begründet.  Nach seinen Meilensteinen in den 70er Jahren(Last House on the Left) – und 80er Jahren (Nightmare on Elm Streeet), schuf der Meister ein neues Slasher Meisterwerk: Scream!

Und es geht schon wieder los

So kommt was kommen muss: Das Telefon klingelt. Die Teenager, unter Ihnen Wladimir Klitschko´s Freundin Hayden Panattiere, bekommen die berühmte Frage zu Hören: Was ist dein Lieblings Horrorfilm? Der Beginn des Films ist etwas verwirrend aber durchaus gelungen inszeniert. Der Einsatz moderner Kommunikation mit Seitenhieb auf die heutige voyeuristische Gesellschaft und Jugend lässt schmunzeln. Eine Zeit, in der alles mit Handys, Digi Cams und anderen modernen Mitteln dokumentiert wird – darf im neuen Scream nicht fehlen. Neue iphones, Twitter & Co. bekommen hier genügend Filmminuten. Lustig: Wes Craven twitterte während der Dreharbeiten ständig, so dass ein Seitenhieb nicht ausbleibt.

Witziger als bisher wird über das Thema Horror und  Remakes hergezogen und Referenz erwiesen. Zahlreiche Klischees werden bedient und zitiert. Nicht einmal die Polizei bleibt vor dieser Ironie verschont. Scream 4 macht deutlich mehr Spass als Teil 3. Hier liegen auch die Stärken des Films. Ein guter Twist, viel Humor und brutale Kills machen den Film zu einem Spaß – Horror. Was aber nicht heißt, dass angesichts des Humors plötzlich die Spannung keine Rolle mehr spielt. Im Gegenteil:  Die Kills sind heftig, temporeich und es trieft das Blut von der Leinwand. Hier macht es auch Laune zu zu schauen, wenn es „losgeht“ und der Killer seine Opfer durch das ganze Haus hetzt. Leider geht das Tempo im zweiten Drittel verloren. Dort nerven die ewigen Querverweise etwas und scheinen vor lauter Ideenlosigkeit des Autors, Kevin Williamson, platziert worden zu sein. Diese Lückenfüller sind die Ausnahme. Die Handlung ist nicht vorhersehbar und sorgt mit gutem, bekannten Genre Twist für Überraschungen. Mehr sei hierzu nicht verraten. Positiv ist auch, dass kein 3 D eingesetzt wurde. Oldschool,witzig, hart und blutig. Das ist Scream 4. Funktioniert.

Fazit: Scream macht Spaß. Es ist mehr ein ironisches Remake des ersten Teils – als der Start einer neuen Trilogie. Das sollte er auch bleiben, dann funktioniert er, als genau das. Wes Craven erweist sich erneut selbst Referenz und sollte es auch dabei belassen. Wer sich mit dem Genre auskennt, bekommt eine Prüfung seines Filmwissens. Ab sofort wird im Kinosaal mitgeraten. Ahnungslose Zuschauer lernen neue Spielregeln und Konventionen des Genres kennen: Das es keine Regeln gibt. Als eigene ironische Parodie verscherzt  es sich der Film nicht mit dem Original.

Wertung: 6,5 / 10

10 Meisterwerk
8-9 sehenswert
6-7 gut
5 passt
3-4 geht grad noch
1-2 geldverschwendung
0 ohne Worte

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