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Feature: Duncan Jones erobert Hollywood

Posted by By at 12 Mai, at 14 : 16 PM Print

Feature: Duncan Jones erobert Hollywood

Filmkritik, Kino Leipzig, Kinoprogramm Berlin

Duncan Jones ist in Hollywood angekommen

Regisseur Duncan Jones gilt seit seinem weltweit umjubelten Debüt „Moon“ als eines der Top-Talente im Regiestuhl. So verwundert es kaum, dass mit seinem zweiten Spielfilm SOURCE CODE (Kinostart 2. Juni) bereits jetzt sein erster Hollywood-Blockbuster in die Kinos kommt.

Wir haben zu diesem Anlass einige Fakten über Duncan Jones zusammengetragen, welche ihr im unten stehenden Feature „Auf den richtigen Zug aufgesprungen – Duncan Jones erobert Hollywood“ nachlesen könnt.

Auf den richtigen Zug aufgesprungen – Duncan Jones erobert Hollywood

Gerade erst hat er mit „Moon“ ein herausragendes Kinodebüt abgeliefert, da legt Duncan Jones schon bildgewaltig nach: Mit Source Code (Kinostart: 2. Juni 2011) beweist der Nachwuchs-Regisseur, dass er in der Branche keine Eintagsfliege ist und mit den Kollegen aus Hollywood locker mithalten kann. Auch wenn der Weg bis dorthin lang und kurvenreich war.

Aus dem Schatten des Vaters

Als Duncan Zowie Haywood Jones 1971 als Sohn des Rockstars David Bowie und des Models Mary Angela Barnett das Licht der Welt der blickte, wurde er noch liebevoll „Zowie Bowie“ genannt. Doch schon mit 18 ließ er den „Zowie“ hinter sich und bestand auf seinen bürgerlichen Namen. Denn anstatt sich zeitlebens im Glanze seines berühmten Vaters zu sonnen, strampelte sich der Star-Spross schnell frei von dessen übermächtigem Schatten. Das Verhältnis der beiden hat darunter aber nie gelitten. Immerhin wuchs der kleine Duncan bei Papa David auf und ist ihm noch heute dankbar, dass er sein Interesse fürs Kino geweckt und ihn für Literatur und Musik begeistert hat. Trotzdem ging Duncan früh seine eigenen Wege, die ihn bereits in seinen Kindertagen quer durch Europa führten. 1995 machte er am College of Wooster seinen Bachelor in Philosophie und steuerte zunächst eine akademische Laufbahn an.

Werbespots statt Vorlesungen

Doch irgendwie gewannen dann doch die künstlerischen Gene seines Vaters die Oberhand: Nach einem Besuch bei Papa David am Set zur Fernsehserie „Begierde“ und zahllosen Gesprächen mit Regisseur Tony Scott ließ Duncan seine geplante Philosophie-Promotion sausen und wechselte an die London Film School, um Regie zu studieren. Erste Erfahrungen hinter der Kamera sammelte er auf einigen Bowie-Konzerten, darunter auch die eindrucksvoll inszenierte Geburtstagsparty zum 50. seines Vaters. Dessen Namen als Türöffner zu benutzen, kam Jones dabei aber nie in den Sinn. Er vertraute ganz auf seine Fähigkeiten, legte 2002 den Kurzfilm „Whistle“ als Abschlussarbeit vor und verdiente schon bald mit Werbespots und Musikvideos seine Brötchen. 2006 etwa erregte dieser viel diskutierte Werbefilm, den Jones  für das Modelabel French Connection umgesetzt hatte, einiges Aufsehen:

Karrieresprung zum Mond

Es waren große Vorbilder, die ihm schließlich den Weg in den Filmhimmel wiesen: „Unsere fünf Science-Fiction-Lieblinge: 2001, Blade Runner, Silent Running, Outland und Alien. Wir wollten versuchen, den fehlenden sechsten Film in dieser Reihe zu machen.“ Und so realisierte Duncan Jones 2009 mit einem – gemessen an Hollywood-Standards – schmalen Taler von fünf Millionen Dollar sein Science-Fiction-Kammerspiel Moon, in dem er mit großer Leichtigkeit die philosophischen Fragen nach der menschlichen Identität stellte. Das Drehbuch hatte er dem Star des Films Sam Rockwell auf den Leib geschneidert. Und auch Kevin Spacey ließ sich zur Mitarbeit überreden und lieh dem Computer GERTY seine Stimme. Obwohl Jones für die professionelle Vermarktung seines Spielfilmdebuts das Geld fehlte – um den Film zu promoten twitterte er sich selbst die Finger wund wurde Moon ein kultverdächtiger Hit, mit positiven Kritiken überhäuft und vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten BAFTA-Award:

Im Zug nach Hollywood

Sein Erstlingswerk war kaum fertig, da reifte in Jones schon die Idee zu seinem nächsten Film heran: „Mute“ soll er heißen und in ferner Zukunft in den Straßen Berlins spielen, in denen Duncan selbst einige Kinderjahre verlebt hat. Die Vorbereitungen zu diesem von Blade Runner inspirierten Streifen waren bereits in vollem Gange, als Hollywood bei dem Nachwuchs-Regisseur anklopfte und ihm die Regie zu Source Code anbot: Obwohl er seine filmische Zukunft eher in der Riege der Autorenfilmer sieht und gern alle Aspekte des Filmemachens vom Drehbuch bis zum Schnitt selbst bestimmt, reizte ihn das Projekt. „Ich verliebte mich in das Tempo und die raffinierten Wendungen des Drehbuches, und konnte mir noch dazu unmöglich die Chance entgehen lassen, mit Jake zu drehen.“ Jones zögerte also nicht lange und nahm die Herausforderung an. Mit seinem Gespür für Bilder machte er aus dem Drehbuch von Ben Ripley einen fesselnden Thriller um den Soldaten Colter Stevens (Jake Gyllenhaal), der im Körper eines Pendlers festsitzt und in einer Zeitschleife wieder und wieder die letzten acht Minuten vor dessen Tod durch eine Zugexplosion erlebt:

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