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Feature: „Das Adlon. Eine Familiensaga“: Von der Kaiserzeit bis zur Wiedereröffnung – DAS ADLON im Wandel der Zeit (Ausstrahlung: 06.01, 07.01. & 09.01.2013 im ZDF)

Posted by By at 5 Januar, at 23 : 26 PM Print

Feature: „Das Adlon. Eine Familiensaga“: Von der Kaiserzeit bis zur Wiedereröffnung – DAS ADLON im Wandel der Zeit (Ausstrahlung: 06.01, 07.01. & 09.01.2013 im ZDF)

Wenn das Adlon ein Mensch wäre, dann wäre dieser nicht nur unglaublich alt, er könnte auch mit vielen spannenden Anekdoten glänzen. Das legendäre Adlon in Berlin ist ein Urgestein der Hotellerie, das seit der Eröffnung zahlreiche Besucher aus Europa und der ganzen Welt anlockte. Vor allem Amerikaner waren verrückt danach und sind es bis heute. Das Hotel hat Generationen überlebt und hat seinen Mythos dabei nie verloren. Was kann interessanter sein, als an solch einem Ort einmal durchs Schlüsselloch zu schauen?

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Das Adlon. Eine Familiensaga

Zum Anfang des neuen Jahres hat das Fernsehpublikum endlich die Gelegenheit dazu: Am 06.01, 07.01. & 09.01.2013 jeweils um 20:15 strahlt das ZDF den hochkarätig besetzen Dreiteiler „Das Adlon. Eine Familiensaga“ aus und setzt damit auf eine bildgewaltige fiktionale Geschichte im spannenden geschichtlichen Kontext.

Um sich jetzt schon einmal in die Geschichte des Adlon hineinzuversetzen gibt es an dieser Stelle einige der wichtigsten Ereignisse und die spannendsten Anekdoten dieses einzigartigen Hauses in Kürze zusammengefasst:

  • ·      1905 erwarb Lorenz Adlon das Grundstück „Unter den Linden“, womit der Geburtsort für eines der zukünftig besten Hotels in Deutschland gefunden war.
    Rund 17 Millionen Goldmark soll er für den Bau investiert haben – das wären heute rund 350 Millionen Euro. Trotzdem wirkte das Adlon von außen eher schlicht: kein palastähnlicher Prunkbau, sondern klare Linien dominierten.
ZDF Serie

Das Adlon. Eine Familiensaga

Lorenz Adlon (Burghart Klaußner)

  • ·         Am 24. Oktober 1907 eröffnete das Adlon und das gesellschaftliche Leben in Berlin hatte einen neuen Mittelpunkt. Der Luxus, der diesen Bau umgab, konnte selbst Kaiser Wilhelm II. imponieren, der von nun an öfter im Adlon residierte.
  • ·         Am 7. April 1921 starb Lorenz Adlon an den Folgen eines Unfalls mit einem Lastkraftwagen. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Louis die Leitung des Hotels.
Louis Adlon ( Heino Ferch )

Das Adlon. Eine Familiensaga

Louis Adlon (Heino Ferch)

  • ·         Der Liebeskummer des Baron Lasotto soll 1928 den Dichter Julius Brammer zum Liedtext von „Schöner Gigolo, armer Gigolo“ inspiriert haben. Gigolos gab es übrigens reichlich im Adlon. Es soll Hedda Adlon gewesen sein, die nach 1918 verarmten Adeligen und Offizieren mit diesem Job ein Auskommen verschaffte.
  • ·         Marlene Dietrich wurde angeblich im Adlon entdeckt: Schauspieler Emil Jannings soll sich bei Louis Adlon beklagt haben, dass für seinen neuen Film noch keine Hauptdarstellerin gefunden werden konnte. Adlon soll ihm den Tipp gegeben haben, sich einmal eine Revue mit der Dietrich anzusehen.

1931 war auch Charlie Chaplin zu Gast im Adlon. Dabei verlor er fast seine Hose, weil ihm begeisterte Berliner Fans die Knöpfe seiner Hosenträger abrissen.

Charlie Chaplin

Charlie Chaplin.

  • In den 30ern war Hans Albers einer der größten Stars im deutschsprachigen Raum.

Am 27. Februar 1933 speiste er mit seiner jüdischen Freundin Hansi Burg im Hotel Adlon und begann beinahe eine Schlägerei mit einem SA-Mann, der sich offensichtlich an seiner Begleitung störte. Nur ihrem beherzten Eingreifen ist es zu verdanken, dass die Situation nicht eskalierte und der Skandal verhindert werden konnte.

  • ·         Während Berlin im zweiten Weltkrieg schon bombardiert wurde, durfte im Adlon noch diniert werden. Ein wohlklingender Gong warnte die Gäste im Alarmfall und man traf sich im hauseigenen Bunker.
  • ·         In der Nacht vom 2. auf den 3. Mai 1945 brannte das Adlon aus – warum wurde nie ganz geklärt. Gerüchten zufolge hatten russische Soldaten einen Brand im Weinkeller ausgelöst.
    Nur der Seitenflügel blieb vom verheerenden Brand im Weinkeller verschont. Dieser wurde noch bis in die 1980er von der DDR als Hotel und Unterkunft für Lehrlinge genutzt. Die Pagen, die in dieser Zeit dort arbeiteten, trugen sogar weiterhin die Original-Uniformen des ursprünglichen Adlon.
  • ·         Nachdem die Mauer fiel, konnte die Kempinski Hotelbetriebsgesellschaft die Genehmigung für den Wiederaufbau des Hotel Adlon erwerben. Schon in den 1950er Jahren hatte Hedda Adlon das Vorkaufsrecht für das Adlon-Grundstück der Kempinski AG überlassen.
  • ·         Am 23. August 1997 konnte das neue Hotel Adlon an seinem historisch bedeutsamen Standort vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog wiedereröffnet werden. Es dauerte nicht lange, bis es erneut zum Treffpunkt für bedeutende Persönlichkeiten aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens wurde.

Nicht nur die ersten 90 Jahre Adlon waren äußerst bewegt. Auch in der jüngeren Geschichte seit 1997 ist das Adlon noch immer ein Ort, der die Leute beschäftig. Wer nun diese spannende Geschichte eintauchen möchte, lässt sich den Dreiteiler im ZDF nicht entgehen.

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Sendetermine: Sonntag, 6.Januar 2013, 20.15 Uhr, Montag, 7. Januar 2013, 20.15 Uhr und Mittwoch, 9. Januar 2013, 20.15 Uhr im ZDF.

Kurzinhalt:

„Das Adlon. Eine Familiensaga“ ist Hotelfilm, Geschichtschronik, Sittengemälde – und doch vor allem ein packendes emotionales Drama, das die Verbindung zweier Familien über vier Generationen forterzählt. Über drei Teile spannt der Film einen Bogen von der Hotelgründung in der Kaiserzeit bis zur Wiedereröffnung im Jahr 1997. Den roten Faden der Erzählung, die unterhaltsame Episoden aus einem knappen Jahrhundert Hotelgeschichte miteinander verknüpft, bildet die Lebensgeschichte einer fiktiven Protagonistin: Sonja Schadt, deren Familie mit Hotelgründer Lorenz Adlon persönlich und geschäftlich eng verbunden ist, zieht nach dem Tod ihrer Großeltern ins Hotel… und bleibt. Der Juniorchef Louis und seine geschäftstüchtige zweite Frau Hedda gehören bald ebenso zu ihrer „Familie“ wie das lebenslustige Telefonfräulein Margarete und der Concierge Friedrich. In den turbulenten und ausschweifenden Zwanziger Jahren feiert das Hotel seine Goldene Ära – und Sonja ist mittendrin. Gemeinsam mit dem Adlon lebt und überlebt sie zahlreiche Schicksalsschläge, aber auch Inflation, Diktatur, Krieg und Zerstörung. Erst nach der Wende kommt es zu einem Neuanfang: Als die über 90jährige Sonja das neu erbaute Hotel am Pariser Platz betritt, geht ihr Lebenstraum in Erfüllung, und der „Mythos Adlon“ wird wieder zum Leben erweckt.

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Der aufwändig produzierte und prominent besetzte historische Dreiteiler erzählt Berliner Geschichte(n) rund um das legendäre Hotel, das seit seiner Eröffnung im Jahre 1907 zu den renommiertesten Adressen der Welt gehört. Das Adlon steht nicht nur im Zentrum der Stadt, es ist auch Sinnbild ihrer bewegten Geschichte: Hier zeigt sich das ganze Ausmaß des Glanzes, der Zerstörung und des Wiederaufbaus. Der Mythos des Hotels überdauert drei politische Systeme, lebt fort in den Ruinen des zerstörten Hauses und wird symbolträchtig neu besiegelt mit einem Nachbau an einem zentralen Schauplatz der Wiedervereinigung. Protagonisten dieser Erfolgsgeschichte sind die Menschen im Hotel: von der zerrütteten Hotelier-Dynastie Adlon über die Generationen treuer Angestellter bis hin zu den internationalen Stars, die hier geschlemmt, geliebt, getanzt, gedichtet und gelitten haben.

Die Seite zum Dreiteiler:
http://adlon.zdf.de/

Das virtuelle Hotel:
http://adloninteraktiv.zdf.de/

 

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